Pilzens Blockbuster?
24. August 2010 von haftgrund | 1 Kommentar

Aus Profil 34/2010 (nicht online).
19. Juni 2010 von haftgrund | 2 Kommentare
“ein amtierender Kanzler und ein Kanzler in spe haben sich dem „Krone“-Herausgeber so tief von hinten genähert, dass sie danach vorne als dessen Sprachrohr wieder herausgekommen sind.”
Peter Ulram in: “Ein schlechter Tag für politische Unterläufel” DiePresse.com. Und weiters:
“Dichand war nicht im Vorzimmer der Macht, die vermeintlichen Machthaber haben oft genug in seinem Vorzimmer gewartet.”
28. Februar 2010 von haftgrund | kein Kommentar
Das Elend der Debatte um ARD und ZDF « Stefan Niggemeier
“Die Verlage müssen von der (ohnehin schon reduzierten) Mehrwertsteuer befreit werden, Google muss verboten oder zur Zahlung von Lizenzgebühren verpflichtet werden, ARD und ZDF müssen das Internet verlassen, das Zitatrecht muss drastisch eingeschränkt, das kostenlose Anbieten von Informationen untersagt und die Gratis-Kultur im Internet insgesamt vernichtet werden — dann, ja dann könnten die Verlage vielleicht, möglicherweise, wenn das Wetter stimmt, in der Lage sein, auch in Zukunft Qualitätsjournalismus anzubieten, und womöglich sogar im Netz. Sonst können sie für nichts garantieren.”
Auch der Rest des Artikels ist mehr als lohnend und eine Labsal angesichts der verlogenen Kampagne der Verlage zum Killen frei verfügbarer Inhalte im Internet. So zieht Niggemeier angesichts der von den Verlagen genannten Rahmenbedingungen für einen “Wenn-dann-vielleicht-Qualitätsjournalismus” den richtigen Schluss:
“Vielleicht merken Print- und Privatfernsehlobbyisten gar nicht, dass sie damit den öffentlich-rechtlichen Sendern eine neue Legitimationsgrundlage schaffen.
Denn wenn das Geschäft mit der Information für private Medien wirklich so schwierig ist, gibt es für den Staat zwei Möglichkeiten, um dafür zu sorgen, dass seine Bürger gut informiert werden. Die eine ist die, alles dafür zu tun, um den Verlagen und Privatsendern das Leben zu erleichtern, in der Hoffnung, aber ohne Gewähr, dass es reicht. Die andere ist die, die öffentlich-rechtlichen Sender zu stärken und ihnen ein Leben in der digitalen Welt zu erlauben.”
20. Februar 2010 von haftgrund | kein Kommentar
Es war ein extrem schweres Rennen.
Die sich darauf einstellen konnten, sind vorne.
Ich habe mich nicht optimal eingestellt und es nicht entsprechend umgesetzt.
Aber du kannst halt nichts erzwingen.
Ich habe dann gekämpft, dass ich schön über dem Ski bleibe,
das war mein größtes Problem.
Aber wenn du oben schon einen Fehler machst,
oder nur fährst und schaust,
bist du nicht dabei.
Gerade im Speedteam ist der Schuss nach hinten losgegangen.
Das tut mir auch für das Umfeld leid.
Für uns alle ist es eine Überraschung, dass es so in die Hose gegangen ist.
Wir müssen uns hinsetzen und das genau analysieren.
Wie hat “Fischi” das gemacht?
Alpin-Direktor Hans Pum lehnte an einem Zaun. Bleich.
So etwas habe ich mir in meinen schlimmsten Träumen nicht erwartet.
Österreicher werden abgeworfen,
Und das summiert sich dann.
Was für ein Albtraum.
Lächeln war woanders zuhause.
Gold-Fischi frisst sie alle.
Im Super-G waren wir ein starkes Team, leider ist es nicht aufgegangen.
Und er schüttelte den Kopf.
Unsere Burschen wollten es erzwingen, sie sind mit der Brechstange gefahren.
“Fischi” will sich die Weltcup-Kugel geben.
Quellen: Zweite Medaille für Svindal und Miller — Rückschlag statt zurückgeschlagen | kurier.at — ÖSV-Alpinchef Pum: “Keine Trainerdiskussion” | kurier.at — Die bitterste Stunde bei Olympia – ÖSV erlebte Debakel > Kleine Zeitung — Super G der Damen – derStandard.at › Sport
20. September 2009 von haftgrund | 1 Kommentar
Lenin hat bekanntlich davon gesprochen, dass Elektrifizierung plus Sowjetmacht Kommunismus ergebe. Der Falter-Chefredakteur stellt eine ähnliche Gleichung auf:
“Digitalisierung und Deregulierung sind Kinder eines Zeitgeists, sie erschienen zugleich und zuerst in den USA, wo ihnen neokonservative Ideen und Neuerungsfreude den Weg bereiteten.”
Was dem einen der Kommunismus, ist dem anderen ein ebenso schwammiger “Zeitgeist”, der sich aus Finanz- und Medienkrise, aus “Googels Oligopol” und schlechtem Journalismus zusammenwhirlt und im Eigentlichen erst durch die Gleichsetzung von technischer Innovation (Digitalisierung) und politischer Macht (Neoliberalismus) seine Dynamik im Thurnherrschen Gedankenpool zu entwickeln vermag.
Das Ergebnis ist erschreckend:
“Finanzinvestoren, die nicht auf journalistische Kultur Wert legten, sondern auf maximale Rendite”
Dieser aktuelle Befund deckt sich mit den Gedanken eines anderen Autors über die Macht und den Einfluss moderner Medien sowie der Dominanz wirtschaftlicher Aspekte gegenüber den Belangen der Literatur und der Kunst:
“Ein Buch ist Verlegern nichts als eine Kapitalanlage. Je besser ein Buch ist, desto weniger Aussicht auf Absatz hat es.”
Soweit wie dieser Autor, der die Zeitungsredaktionen auch noch als ein Nest von Lügnern und Intriganten bezeichnet, die ihre mediale Macht skrupellos nutzen, geht Armin Thurnherr nicht, doch auch er sieht den seriösen Journalismus in Gefahr:
“Gratisblätter kommen mit Miniredaktionen aus,”
Das ist schlimm genug, doch das Schlimmste kommt erst:
“das Suchmaschinen-Oligopol Google parasitiert überhaupt bloß an dem, was andere publizieren”
Und hier treffen Lenin und Thurnher wieder zusamm’: Hier das oligopolistische Google, dort der monopolistische Kapitalismus mit seinem parasitären, verfaulenden Wesen.
Warum also nicht vom Google-Imperialismus sprechen, dessen Parasitismus bereits auf den Printbereich überschwappt? Denn wie anders ist etwa ein Zitatelexikon zu bewerten, als ein in Buchform gegossener Parasit fremder Geistesfrucht?
Doch wie es in der Russischen Revolution die Sowjets gegeben hat, gibt es heute die Betreiber von Websites, die nicht gewillt sind, sich als Wirtskörper des Googleparasiten missbrauchen zu lassen! Mit widerständiger List und mit raffinierten Tricks gelingt es ihnen immer wieder, nicht auf den Ergebnislisten des Oligopols aufzuscheinen! Auf dass dieser verfaulen möge!
Aus einer anderen Welt dagegen sind folgende Sätze über ein Medium, welches unser Printmediumherausgeber weiterhin nicht ernstzunehmen bereit ist:
“Das Internet hebt den Journalismus auf eine qualitativ neue Ebene. Online müssen Texte, Töne und Bilder nicht mehr flüchtig sein. Sie bleiben abrufbar und werden so zu einem Archiv der Zeitgeschichte. Journalismus muss die Entwicklungen der Information, ihrer Interpretation und den Irrtum mitberücksichtigen, also Fehler zugeben und transparent korrigieren.
Das Internet entlarvt gleichförmige Massenware. Ein Publikum gewinnt auf Dauer nur, wer herausragend, glaubwürdig und besonders ist. Die Ansprüche der Nutzer sind gestiegen. Der Journalismus muss sie erfüllen und seinen oft formulierten Grundsätzen treu bleiben” (Internet-Manifest)
Ob Thurnher verstehen würde, warum diesmal er den FOLM kriegt und nicht sein Klenk?
Der andere Autor mit dem kritischen Blick auf die Medienlandschaft ist übrigens Balzac und der Befund stammt aus “Verlorene Illusionen” und handelt von den Zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts.
28. Juni 2009 von haftgrund | kein Kommentar
Die inhaltliche Verluderung scheint auch beim Falter unaufhaltsam zu sein. Für diesen Text im Falter hat Wurmdobler den faltereigenen Dolm hoch verdient:
Spendet munter, nein, die Rose kannst behalten. Das Geld ist sicher irre gut investiert, fließt zu 100 Prozent in die schulische Ausbildung der Kleinen, Studium und Zukunft sind gesichert. Von wegen! Die Alten im Schatten, die da ihren Nachwuchs betteln schicken, haben wohl andere Pläne. Wer Romakindern helfen will, kauft keine Rosen zum Schein, sondern unterstützt Hilfsorganisationen.
Dazu gibt es einen ausgezeichneten Kommentar auf miserable outskirts.
Apropos Verluderung: auch Freddy Quinns Anmerkungen zum Seelenleben der Alten-Herren-Riege, welche ORF retten tut, sind vom Feinsten!
28. Juni 2009 von haftgrund | kein Kommentar
Standard: In der SPÖ gibt es auch die Überlegung, ob mehr Distanz zur “Krone” nicht auch etwas Positives hätte. Wenn es etwa gelänge, die Linksintellektuellen und die Künstler wieder zurückzuholen.
Kalina: Wenn’s wer glaubt – wunderbar. Aber den Ausschlag für Erfolg gibt die Politik, die man macht. Und ob man es den Leuten vermitteln kann. Dazu braucht man wiederum die Krone.
23. März 2009 von haftgrund | kein Kommentar
Während Thomas Maurer zum Thema “Gibt es Positives an der Krise?” im Wochenendstandard auf die Frage “Worüber man lachen kann” umgehend antwortet:
Über jene Journalisten, die im letzten Jahrzehnt die naturgesetzliche Weisheit des unregulierten Marktes mit der Inbrunst evangelikaler Christen verkündeten und den jeweils bestbezahlten Kapitaljongleuren schwanzwedelnd bis ins Maßschuhschränkchen nachkrochen, die jeden kritischen Einwand mit nachgemacht blasiertem Mercedesfahrerhumor bedachten und jetzt doch ein wenig deppert aus der Wäsche schauen.
kriechen diese und auch frische Schwanzwedler aus den Schuhschränkchen und beginnen aufs Neue mit ihren mercedesfahrigen Beschwörungen:
Nur wer Grundsätze hat, wird sich in Zeiten der Krise und des aufkeimenden sozialistischen Massenwahns gegen den Strom stellen können.
Wenn er doch nur rascher keimen und bald blühen täte, der “sozialistische Massenwahn”.

(Mit Dank für den Link an Library Mistress)
13. März 2009 von haftgrund | kein Kommentar
Während andernorts virtuelle und zerebrale Bibliotheken abgehandelt werden, in denen schon mal dunkle Bibliothekare das Feuerwehrsmännige in sich entdecken sowie den Buchstaben Z als das Ultima Thule bibliothekarischer Grenzlandseelenforschung entziffern , geht es im hohen Norden Wiens weitaus bodenständiger zu. Mit bewährter stilistischer Trittsicherheit berichtet die Rathauskorrespondenz:
Am 12. März 2009 wurde die Büchereizweigstelle Aspern nach einer umfassenden Renovierung durch Gemeinderätin Barbara Novak [...] im Rahmen einer kleinen Feier mit zahlreichen KundInnen wieder eröffnet.
Die Zweigstelle Aspern hat sich auf den Themenbereich Tierhaltung wie auch auf Frauenliteratur spezialisiert. Auch alle anderen Interessensgebiete sind sehr gut abgedeckt und Kinder kommen keinesfalls zu kurz.
21. Februar 2009 von haftgrund | kein Kommentar
den er packen könnte.
Wie Neij vor Gericht zu erklären versuchte, gebe es keinen Chef, der die Gesamtverantwortung für The Pirate Bay trägt. Stattdessen würde eine größere Gruppe von Personen über bestimmte Rechte auf dem Server verfügen und nach eigenem Ermessen Texte auf den Seiten veröffentlichen.
“Aber irgendwer muss doch letztendlich entscheiden, ob ein bestimmter Text oder eine Grafik raufgestellt werden soll”, zitiert Wired den Staatsanwalt.
“Nein,” so Neijs Antwort .”[..] Derjenige, der etwas tun will, tut es einfach.”
Standard: Pirate Bay lässt Ankläger verzweifeln