Alle Beiträge mit dem Tag ‘Herrschaftsdummheit’
11. August 2009 von haftgrund | kein Kommentar
ortet eine Betriebsratskollegin kurz nach dem Start eines Betriebsratsblogs:
“… heute nahegelegt, das Bloggen einzustellen. Die Begründung, meine Einträge führten zu Unruhe in der Belegschaft, manche unter den KollegInnen wollten diese nicht, und fühlen sich dadurch belästigt.”
Es sind noch immer die alten Schmähs:
- Wenn in der Betriebsversammlung Kritik geübt wird, statt nur “Fragen an den Vorsitzenden” zu richten;
- wenn ein Antrag gestellt und dann gar eine Abstimmung darüber verlangt wird;
- wenn versucht wird eine Information auf das Betriebsratsbrett zu hängen;
- wenn ein Flugblatt oder eine Betriebszeitung verteilt werden;
- wenn kritische E-Mails an alle KollegInnen versandt werden;
- oder wenn eben ein Blog erstellt wird.
Immer weiß dann einer von den Betriebsräten oder von deren Claqueuren, was sich die KollegInnen denken, was sie verunsichert, was sie unruhig macht, wodurch sie sich belästigt fühlen. Mit ernster Miene und “wir meinen es ja nur gut mit dir, Kollege!” teilen sie ihre Bedenken mit, diesem Abweichler, und immer sind es die gleichen faustdicken Lügen und hinterfotzigen Einschüchterungsversuche.
Nebenbei: Wenn gesagt wird, die Belegschaft sei verunsichert, dann ist sie zumeist ziemlich sicher, dass da was faul ist im Betrieb.
Und wenn es heißt, die Belegschaft hätte ihren Unmut geäußert – dann hat sie endlich genug Mut gezeigt, zu sagen, was ihr nicht passt.
9. August 2009 von haftgrund | 1 Kommentar
Und wieder stellt Nadia Weiss aus der sonntäglichen Gratiskrone ihre Fragen:
– Sie sind für eine 12- und nicht 14-malige Auszahlung der Mindestsicherung. Wie erklären Sie Ihren Standpunkt als Sozialdemokrat?
“Argument … Kompromiss … Gesamtkonzept … nur einen Teil … bundesweit … Emotionen … Gespräche … In Wahrheit geht es nur um die Jahressummen”
– Wie lebt man von 733 Euro im Monat?
“Ich kann mir vorstellen …”
Er kann sich vorstellen? Rudolf Hundstorfer, mit 16 als Lehrling zur Stadt gekommen, mit 17 gewerkschaftlicher Jugendvertrauensmann der SPÖ und ab seinem 20 Lebensjahr nur mehr in Funktionen mit finanziellem Zubrot und mit Rahmenprivilegien tätig, gar nicht zu reden von den vielen Jahre währenden Doppeleinkünften aus Gemeinderats- und Gewerkschaftsvorsitzenderfunktion. Der meint ernsthaft, er könne sich vorstellen, dass Menschen mit 733 €
“nicht sehr gut und nicht sehr komfortabel”
leben würden?
Auf die obligate Frage des einem der reichsten Männer Österreichs gehörenden Organs, ob es gerecht sei, dass Menschen mit Mindeslohn nicht viel mehr verdienen:
“Die Mindestsicherung ist ein Teppich, um die Menschen aufzufangen. Neid ist nicht angebracht.”
Und wen Hundstorfer als “Kollegen” ansieht, wird dankenswerterweise durch die Antwort auf folgende Frage offenbar:
– Besuchen Sie Ihre ehemaligen Kollegen [im Rathaus] noch manchmal?
“Ab und zu schau ich vorbei, vor einigen Tagen war ich zum Beispiel mit dem Magistratsdirektor essen.”
Auf Fragen zur BAWAG-Affäre:
“Im Übrigen bin ich der Meinung, dass sich eine Gewerkschaft und eine Bank einfach nicht miteinander vertragen.”
Da schau her! Da hat uns der Rudi H. also all die Jahre lang belogen, wenn er angesichts vieler Hinweise auf dubiose Machenschaften im Zusammenhang mit der BAWAG stets von der Notwendigkeit – (Denkt nur an den Streikfonds, Genossen! Wollt ihr den wirklich einer Bank der anderen Seite überlassen? Damit die wissen, wieviel wir haben. Das könnt ihr doch nicht wollen! z.B.) – einer gewerkschaftseigenen Bank sich überzeugt gab.
Aber das waren ja nicht die einzelnen Unwahrheiten, die er uns Gemeindebedienstete in der von seinen Genossen in der Rückschau verklärten Zeit seines Wirkens als Zentraler Referent, als wiener und dann als österreichweiter Gewerkschaftsvorsitzender der GdG, aufgetischt hatte. Wie etwa uns Büchereibediensteten, dass es eine Gleichstellung der Gehälter bei gleichen Arbeitsanforderungen und -leistungen gebe: “wird schon verhandelt, ist schon verhandelt worden, liegt schon auf dem Tisch, wird morgen unterschrieben“. Nix wars. Dafür eine von ihm unterzeichnete Besoldungsreform, welche für alle ein Beschiss war.
Im selben Jahr, als diese “Strukturreform der Besoldung” von Gemeinderat mit Hilfe der sozialdemokratischen GewerkschafterInnen beschlossen wurde, haben eben diese GewerkschafterInnen ihrem Wiener Bürgermeister ein Auto geschenkt, ein rotes selbstverständlich und zum 50. Geburtstag.
“Wos dem Rudi olas en s gmiad ged“, könnte man wohl so beginnen:
- Den Bediensteten das Lebenseinkommen vermindert,
- dem Bürgermeister ein Auto geschenkt
- und mit dem Kollegen Magistratsdirektor essen gegangen.
2. August 2009 von haftgrund | kein Kommentar
“Stimmt es, dass die im Hinblick auf die Vogelgrippe angeschafften antiviralen Mittel bereits sämtlich verfallen sind?”, fragt Nadine Weiss in der Gratiskrone den Gesundheitsminister Alois Stöger.
Das ist nicht richtig, die Dauer der Verwendbarkeit der Mittel wurde verlängert
und musste natürlich hinzufügen: “da die Wirkung noch vorhanden ist” - was eine glatte Unwahrheit durch Auslassung ist. Die europäische Arzneimittelkommission hat die Wirkungsdauer von Tamiflu zwar tatsächlich verlängert, das gilt aber nur für neu produzierte Arzneimittel, auf die jetzt lagernden trifft das noch nicht zu. Außerdem sollte es auch bis zu diesem Gesundheitsminister durchgedrungen sein, dass eine neuerliche Pandemie höchstwahrscheinlich von einer Mutation des Virusstamms ausgehen wird, wofür erst nach dem Ausbruch die entsprechenden Arzneimittel hergestellt werden können (daher wurde und wird auch an “Prototypen” antiviraler Mittel gearbeitet, um diesen Prozess zu beschleunigen).
Davon kann bei den derzeit gebunkerten Medikamenten nicht die Rede sein. Nebenbei: wenige Minuten googeln nur wären nötig gewesen, damit die Interviewerin der ministeriellen Antwort etwas Substantielles entgegensetzen hätte können.
Apropos Substantielles. Wie bei allen Gesundheitsministerinnen vor oder nach ihm kommt der weitgehend sinnfreie Stehsatz:
Der Arzt muss Eigenverantwortung übernehmen.
Aber, Völker höret:
Mit den richtigen Signalen, zum Beispiel einem Arznei-Dialog, funktioniert das.
Über einen landesweiten Einsatz des sogenannten “Arzneidialogs” – ein selten dämliches Wort übrigens – hatte er in seiner vorministeriellen Zeit auch schon was zu sagen gehabt:
Oberösterreichische Konzepte, wie der Arzneidialog oder die Zielvereinbarung, seien jedoch nicht unbedingt dazu geeignet, sie in ganz Österreich umzusetzen. Ziel könne es nicht sein, noch so erfolgreiche regionale Ideen einfach allen überzustülpen.
Da dieser Arzneidialog “nichts anderes ist als ein Kontrollmechanimus”, der immer mit Sanktionen verknüpft sei, wie der eine Arzt sagt, aber, wie der andere Arzt meint, für die Ärzteschaft auch eine Steigerung der Abgeltung neuer Leistungen erbracht habe, kommt die Vermutung auf, dass das Ganze ein nutzbringender Deal Dialog zwischen Ärzte- und Krankenkassenbürokratie ist, eingebettet in neoliberale Sprachfloskeln.

Doch es lassen sich auch urmenschliche Züge an diesem Minister finden, dessen Sprachwendigkeit in etwa an seinen Kanzler erinnert, wie auch der Zug um den Mund. Zum Beispiel:
Minister goes Apotheke (wohl zum “Arzneidialog”)

Das Team der Apotheke zeigte Minister Stöger anhand einer Thyrex Kinderdosierung (abgefüllt in Briefchen) wie magistrale Zubereitung funktioniert. Das begeisterte unseren Gesundheitsminister aus Oberösterreich derart, dass wir anschließend eine weitere Kinderspezialanfertigung in Form von Kapseln sowie die „lege artis“- Herstellung von Salben und Augentropfen vorführten.
Stöger: „Ich bin beeindruckt, wie durchdacht, sauber und genau die Arbeitsabläufe hier vor sich gehen!“
Aber nicht nur die Apotheken beeindrucken den Minister, auch die Kaffehäuser – an deren Wesen Österreich eventuell genesen könnte:
„Warum war Österreich in der Zwischenkriegszeit so gut? Weil die eindimensionalen Sichtweisen in den Kaffeehäusern aufgebrochen wurden.“
Mit einer derartigen Weitschau gesegnet schreckt ihn natürlich gar nichts, wie seine Antwort auf die obligate Dummfrage “Hat Sie das Beispiel Ihrer Vorgängerin Andrea Kdolsky abgeschreckt?” beweist:
“Es ist eine Knochenarbeit, die unterschiedlichen Gruppen zusammenzuhalten und die Vielfältigkeit des Gesundheitssystems mitzusteuern. Dazu braucht es Sensibilität.”
Schließlich enthüllt der Minister, der aus dem Mühlviertel kam, auch noch Sinn und Aufgabe des österreichischen Gesundheitswesens, indem er es der ÖVP hineinsagt, dass diese nur Zahlen sehe,
“ohne den Blick auf den entscheidenden Wertschöpfungscharakter, nämlich dass die Schmerzen der Österreicher von unserem Gesundheitswesen abhängen”
Vermutet habe ich das allerdings schon länger.
26. Juli 2009 von haftgrund | 16 Kommentare
hätte Tom Schaffer in seinem bereits erwähnten Beitrag das nennen können, wogegen er anschrieb. Er wählte aber “Gender-Wahnsinn”, ein Begriff, der unlängst durch einen verhaltensauffälligen Rechtsextremen im Parlament gebraucht wurde und seither in einschlägigen Kreisen einige Popularität erreicht hat. Auch die von Tom Schaffer angeführten Beispiele für einen solchen “Genderwahn” – “Mitgliedin” und “frau” statt “man”, begleitet von der Behauptung, dass die Verwendung dieser Wortbildungen der Frauenbewegung zum Schaden gereichen würde, ließ vermuten, dass der Autor sich mit dem, worüber er schrieb, noch nicht auseinander gesetzt hat. Dies stellte er im Verlauf der Diskussion überzeugend unter Beweis, als er auf einige Hinweise von weiblichen Posterinnen nicht nur unwirsch und beleidigt reagierte, sondern sich argumentativ immer mehr und immer wieder in einen Wirbel schrieb. In diesem Mahlstrom der Redundanz wurde er von einigen anderen männlichen Postern tapfer begleitet. Diesem Schulterschluss von über die Zukunft der Frauenbewegung zutiefst besorgten Männern hatten die sich zu Wort meldenden Frauen naturgemäß außer Argumenten nichts entgegenzusetzen. Da ihre Argumente aber nach einhelligem Urteil der sich als Feministen gerierenden Mit-Glieder der Diskussion von radikal isolierten Dogmatikerinnen stammten, erübrigte es sich, sie ernst zu nehmen. Weil diese Weiber aber weiter zruckredeten, wurde es notwendig, ihnen durch die Blume zu vermitteln, wo der Bartl den Most holt:
- Du verstehst krampfhaft jedes meiner Worte falsch
- Lies doch den Text nochmal ohne Schaum vor dem Mund
- Fast hätte ich auf diese aggressive Polemik noch geantwortet
- aber gerade in der Diskussion mit überzeugten FeministInnen … hat man mit so einem Dreck ja nun wirklich bei der erstbesten Gelegenheit zu tun
- Aber diese sexistischen, verhöhnenden Polemiken kannst du dir sparen
- Merkt ihr überhaupt noch, wem ihr hier eigentlich vor die Füße kackt?
- Wo hast du kleines Genie eigentlich diesen Mist her, den du ja hier eindeutig auf mich beziehst?
- Warum machst du dir ins Hemd, wenn jemand Lächerlichkeiten als das bezeichnet, was sie sind?
- Mal sehen, ob du es in dieser Diskussion noch schaffst, auch Antworten zu geben, statt nur an allen vorbei zu fantasieren.
- Du schwafelst an allen vorbei.
- ist das Euzerl Provokation wirklich schon genug, damit ihr mit Schaum vorm Mund gleich voll ins rote Tuch stürmt?
- das meine ich, wenn ich sage, euch fehlt wegen dem schaum vorm mund die fähigkeit sinnerfassend zu lesen
- ihr wisst eh, was ihr mich mit einer solch miesen art könnt
- Und außerdem halte ich es für eine sexistische, respektlose Frechheit …
Die gesamte Diskussion nachzulesen ist zwar mühsam, hat aber stellenweise durchaus Qualität – ich beziehe mich hier auf die Stellungnahmen der Frauen, die nicht nur die besseren Argumente hatten, sondern sie auch wortgewandt und mit Witz auszudrücken vermochten. Von einer dieser Frauen stammt auch das schöne Wort “Koma-Gendern”, was eigentlich das Werfen von Perlen vor die, naja, vor die Füße halt ist.
Welche Wörter und Begriffe am häufigsten gebraucht wurden, ist hier zu sehen:

Zu bemerken ist noch, dass die diskutierenden Proaktiv-Feministen eigentlich zu den “Guten” gehören, grünbewegt, nach eigenen Aussagen liberal denkend, dem Gendern durchaus aufgeschlossen und es selber machend. Aber irgendwann haben sie einen Punkt erreicht, da meinen sie: “Bis hierher und nicht weiter!” Dieser Punkt scheint für sie erreicht zu sein, wenn ein Neutrum in ein Femininum verwandelt wird (Mitgliedin) oder gar das alleinseligmachende Indefinitivpronomen “man” in ein “frau”:
“Mit der Phrase “mensch” soll “man” ersetzt werden, während sehr dogmatische Feministinnen aber unwidersprochen “frau” schreiben. Jetzt hat “man” zwar nicht die Bedeutung Mann, soll aber durchs angeblich neutrale “mensch” ersetzt werden. Gleichzeitig wird ein Wort eingeführt, dass eindeutig einen Bias einbringt. – Wer kann Leute ernstnehmen, die sich in solchen Widersprüchen verstricken?”
Dazu eine schöne Replik von mo:
“Schon wahr – deshalb wird “frau” sich auch nie allgemein durchsetzen. Außer eben bei ein paar Hardcore-Frauenrechtlerinnen, die’s in ihren extremfeministischen Publikationen verwenden. Aber diese Birgit-, Lisa-, Laura- und sonstigen Mimi-Blättchen fassen aufgeklärte Feministen ja nicht mal mit der Kneifzange an, ergo sind sie irrelevant für die öffentliche Wahrnehmung, die sich bekanntlich am soliden Intellekt orientiert.
Dass die Dogmatikerinnen es irgendwie geschafft haben, die Dudenredaktion zu unterwandern, ist da schon weitaus bedenklicher, weil in das Bücherl schauen ja auch Jugendliche rein. Natürlich, es steht ein kleiner Warnhinweis dabei, aber wie die Kids so sind, wirds dadurch bloß doppelt reizvoll – ob sich da vielleicht übern Jugendschutz irgendwas machen lässt? Damits nicht zu ernsten Problemen kommt mit Koma-Gendern und so … :-)”
Auf solche und ähnliche Beiträge kam nichts oder Irrelevantes, zumeist begleitet von der Beteuerung, der Gleichberechtigung der Frau eh so positiv gegenüber zu stehen, aber Kritik an Auswüchsen werde man ja noch üben dürfen.
Gemeinsam ist ihnen eine paternalistische Grundhaltung bar jeder Selbstreflexion mit dem Hang zum Grantigwerden, wenn ihre Bereitschaft zur Zuwendung nicht entsprechend gewürdigt wird.
Ja, Schatz!
24. Juli 2009 von haftgrund | kein Kommentar
“Sollen wir denn unter dem Kopfpolster der Steinzeit das Geld deponieren?” , fragte Pröll.
Quelle: Der Standard vom 24.7.9
18. Juli 2009 von haftgrund | 1 Kommentar
Zahlreiche Kommentatoren des Beitrags »Gendern für Dummies« im Blog “Zur Politik” sahen eine Gefährdung der »echten«, durchaus männergewollten Emanzipationsbewegung der Frauen durch die Verwendung des Begriffs “Mitgliedin”. Der Autor des Beitrags, Tom Schaffer, hatte anfangs zwar gemeint
“Für mich persönlich hätte sich der Zweck des Genderns – die Sensibilisierung – bereits erledigt”,
doch etwas lastete noch auf seinem Herzen: unter dem Zwischentitel “Ein Wahnsinn” glaubte er, zu “Mitgliedin” feststellen zu müssen:
“Es gibt aber einen gewissen “Genderwahnsinn”, den ich nicht mitmache, weil ich ihn für gefährlich halte.”
und: “Hier wird Gendern von einem wichtigen Instrument zur Blödheit” (…) “werden durch solch lächerliche Beispiele die legitimen Anliegen der Gendergerechtigkeit untergraben”
Was hat es nun mit diesem untergrabenden Wahnsinn an sich?
Tante Google hilft: Von den ersten 20 Treffern beim Suchwort “Mitgliedin” haben sich 9 entweder kritisch oder ironisch oder problematisierend mit diesem Wort auseinandergesetzt. Die restlichen sind zum Teil Tippfehler (vergessenes Leerzeichen), mangelnde Deutschkenntnisse (Übersetzungen) oder auch bewusst gesetzt (na und?):
- http://www.binnen-i.de/Mitgliedin.htm Mitgliederinnen erzeugt 44000 links
- http://de.groups.yahoo.com/group/udv/message/70 Mitgliedin bring Gleichberechtigung nicht voran
- Sapeurs Pompiers de Berdorf 1999Name: BingenVorname: PatrickFunktion: MitgliedIn der Wehr seit: 01/02/2003
- Mitgliedin der Arbeitsgruppe ‚Ästhetische Bildung—im Zentralinstitut … Mitgliedin der Fakultätskommission für Lehre undstudium ..
- http://derstandard.at/?page=userposts&pid=4386873&pnr=9 Ehrenmitgliedin? Zitat: >die vp-kandidatin, [ist] >cv-ehrenmitgliedin Ehrenmitgliedin? Meinen Sie das ernst? Mitgliedin?! Nichts gegen den Versuch, die Sprache etwas geschlechsneutraler zu machen, aber deshalb zu schreiben, “Mitgliedin”,
- http://derstandard.at/?page=userposts&pid=13485214 Trennlinie 8. Von: Brot Pitt 11.05.2009 14:27 Vermutlich meint sie das. Frage mich, wieso Frau Fekter eigentlich nicht FPÖ Mitgliedin ist.
- Mitgliedin ursel spohn
- Titel: Junsai Asukai- Akatsuki Mitgliedin
- Angeberin! Eigentlich bist du aber Hardcore Mitgliedin, wenn wir schon bei der korrekten Schreibweise sind :wink:
- http://dievoss.blogspot.com/2009/01/der-spanische-zerrspiegel.html Bibí Aído. Mitgliedin. Bibiana Aido ist die Ministerin für Gleichheit (Gleichheit entspricht mehr dem Denken der Sozialisten als Gleichberechtigung). der Familienname Aído hört sich an wie “ha ido” (ist gegangen). “Ido” kann aber auch “geistig auf Abwegen” bedeuten, daher die Anpielung “(se) ha ido” – ist gegangen. Bei ihrem Amtsantritt kam es zu einer großen Debatte um ihre Wortschöpfung “Mitgliedin” (miembra), eine weibliche Form von Mitglied (miembro). Im Spanischen gibt es das Wort aber nicht, auch wenn es grammatisch machbar wäre. Seither ist das Wort “miembra” in aller Munde, wenn es darum geht, von den Ministerinnen der Zapatero-Regierung zu sprechen, insbesondere von der Ministerin für Gleichheit.
- http://edocs.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2006/6374/ Herr Bullrig will’t aber nich haben, daß seine Frau Mitgliedin wer’n soll von’n “demokratschen Frauensklubb.”: Eine Strafpredigt, gehalten von Herr Bullrigen an seine Gattin Eulalie: Eulalie, wat willste? Mitgliedin willste weren bei’n “demokratschen Frauensklubb?” …(Flugschrift 1848, Berlin)
- kratzdistel ist jetzt Mitgliedin der Web 2.0 Frauen auf Xing
- Katja mit ihren Maikäfern Antonia und Bastian ~ Mitgliedin im Sommerhaufen e.V. ~
- 75 Jahre Mitgliedin 100 Jahre altem Verein. Für einige wäre es sicher eine besondere Ehre gewesen, zum hundertjährigen Bestehen des SC Opel im vergangenen Jahr für die eigene langjährige Mitglie… (Genios Business Information)
- Eine Mitgliedin von chefkoch.de hatte tatsächlich so etwas mal eingescannt.
- Als MitgliedIn von Kirche im Keller bin ich entsetzt über diese negative Berichterstattung von unserem herrlichen Song-Kontest.
- Er war Mitgliedin einem katholischen Jugendclub, trat aber aus, als alle anderenzusätzlich in die Hitlerjugend eintraten.
- Unglaublich! Bei Google finde ich aktuell 24 300 Seiten, die sich an die lieben Mitgliederinnen und Mitglieder wenden!
- haohao hat geschrieben: Ich bin eine neue Mitgliederin der Website:lol: :lol: :lol: Sehr schön! Sind auf diesen Ausdruck schon die Radikalemanzen gekommen? Hahao ([chines.Schriftzeichen] :wink:), Mitglied ist geschlechtsneutral, da gibt es keine feminine Variante! (Chinaseite)
- http://www.staat-der-frauen.de/data/pgs/Leseproben/DieSprache.html Als recht problematisch erwies sich beispielsweise das Wort »Mitglie.«. Gäbe es in der deutschen Sprachen nicht jenen fatalen Doppelsinn, den das Wort »Glied« mit sich herumschleppt, wäre die Sache einfacher gewesen. »Mitglied« – unzweideutig verstanden als »ein weiteres Glied in der Kette« – hätte lediglich der weiblichen Endung bedurft, um als »Mitgliedin« salonfähig zu bleiben. Da »Glied« aber nun mal auch, und womöglich im alltäglichen Sprachgebrauch überwiegend, das männliche Geschlechtsorgan bezeichnet, war es gänzlich ausgeschlossen, eine Frau »Mitglied« oder »Mitgliedin« zu nenne. Aber auch die Verneinung schied aus. »Ohnegliedin« wäre zwar der biologischen Wahrheit nähergekommen, doch die Definition einer Frau als Verneinung eines originär männlichen Teils, und noch dazu eines solchen, war schlicht inakzeptabel. Der einzige Ausweg lag auch hier in der völligen Eliminierung des Wortes »Mitglie.«. An seine Stelle trat, wenig spektakulär, aber unverdächtig und eindeutig: »die Zugehörig.«.
Offenbar handelt es sich bei diesem so genannten “Genderwahnsinn” um eine selbstprophezeiende Gefährdung, diagnostiziert von Männern, die es ja nur gut meinen, wenn sie den Frauen sagen: “Halt! bis hierher und nicht weiter!” :-)
Die Kommentare zu dem Artikel lohnen sich zu lesen, vor allem der Texte dreier selbstbewusster Weiber wegen (Laura, Lola und Mo), die es den dortigen Männer nicht leicht machen, in ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit zu verharren :-)
8. Juni 2009 von haftgrund | kein Kommentar
Dass die derzeit amtierende österreichische Politikerriege aller Parteien so ziemlich das Letztklassigste ist, was Österreich je geboten hat, müssen auch sehr parteilastige politische Beobachter zugestehen. Beispiele gibt es zuhauf und werden zusehends langweilig. Die heutigen zwei Spitzenaussagen im Dummheitsbereich bergen aber ein beträchtliches Heiterkeitspotential in sich und sind es wert, nicht in Vergessenheit zu geraten:
Neffenpröll erweist sich dabei als Meister des schrägen Vergleichs, als er darauf bestand, dass der Günstling seines Onkels auf alle Fälle die erste Geige in der EU-Riege der ÖVP zu spielen habe, egal wie viele ÖVP-WählerInnen einen anderen bevorzugen:
“Ich habe 59.000 Vorzugsstimmen in Niederösterreich bekommen, wesentlich mehr als der jetzt regierende Bundeskanzler und ich bin es auch nicht geworden.”
Und Altkerzerlschlucker Khol sagt deutlich, wie er die massive Unterstützung der ÖVP-WählerInnen für einen der Parteiführung nicht genehmen Kandidaten quantifiziert:
“Nur der Karas will sich selber. Die Sache ist entschieden.”
Wie sagte der schwarze Neffe doch gleich:
“Wir werden respektvoll mit den Vorzugsstimmen, die Othmar Karas bekommen hat, umgehen.”
2. Juni 2009 von haftgrund | 1 Kommentar
Mit Folgendem, an die persönliche Adresse geschickten Brief sagt mir die ÖVP und ihr im wahrsten Sinne so zu bezeichnender Frontmann Strasser, dass sie meine Stimme nicht brauche, wenn ich nicht genau ihren Kriterien entspreche:

Wähler, welche die ÖVP im Verdacht hat, “sich Umfragen und Medien anzubiedern”, wie immer auch das vor sich gehen mag, sollen ruhig SPÖ oder Grüne wählen. Der geringe Teil der österreichischen Bevölkerung, der im Strasserschen Polizeistaatssinn sich als Europäer fühlt, möge schwarz wählen.
Wahlwerbung, die wirklich hilft.
4. April 2009 von haftgrund | kein Kommentar

1. Österreich Vorbild für eine EU neu.
So muss etwa hart darum gerungen werden, dass es eine “Gesellschaftsordnung in Europa gibt, die Finanzmärkte tatsächlich kontrolliert, so dass die Herrn Meinls und Konsorten anstelle von Managerboni auszuzahlen und selbst ihre Gewinne ins Trockene zu bringen, rechtzeitig zu Verantwortung gezogen werden” .
2. “Bankgeheimnis hat Bestand”
Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) kritisierte, dass die OECD die Entscheidung ohne Rücksprache mit Wien getroffen habe. Er widersprach zudem der Ansage der G-20, die Ära des Bankgeheimnisses sei nun vorbei.
Auch was das Bankgeheimnis betrifft, zeigte sich Pröll unbeeindruckt vom Beschluss der G-20, wonach die Ära der Bankgeheimnisse vorbei sei.
Österreich habe schon bisher eine andere Rolle eingenommen als andere Länder.
3. Bank mit Meinl-Nahverhältnis zahlte die 100 Mio. Euro-Kaution
Die Centrum Bank Vaduz, die innerhalb kürzester Zeit 100 Mio. Euro Kaution für die Haftentlassung von Banker Julis Meinl V. überwiesen hat, ist eng mit Meinl verflochten.
Hinter der Centrum Bank steht demnach die Anwalts- und Treuhänderfamilie Marxer.
Verwaltungsrat sei Peter Marxer, welcher Geschäftsführer und Gesellschafter einer Marcal Holding gewesen sei.
Deren Sitz: Bauernmarkt 2, in Wien. Bauernmarkt 2 ist die Zentrale der Meinl Bank.
4. Kein Rederecht für EU-Abgeordnete in Wien
Hannes Swoboda wird zwar von Kanzler Werner Faymann gefeiert, in Wien vor dem Parlament soll er aber nicht reden dürfen.
Im Geschäftsordnungskomitee sprachen sich Rot und Schwarz dagegen aus, den EU-Abgeordneten auch zu Hause in Wien ein Rederecht im Parlament zuzugestehen.
In der letzten Legislaturperiode gab es aber genau darüber bereits Konsens: Auch die EU-Abgeordneten sollen im Parlament zu Wort kommen dürfen. Jetzt ruderten SPÖ und ÖVP wieder zurück.
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer argumentierte etwa, dass es dann “plötzlich eine Debatte des Europäischen Parlaments und nicht mehr eine Debatte der Europathemen aus der Sicht der nationalen Abgeordneten” gebe.
4. April 2009 von haftgrund | kein Kommentar
“… Dass der Akt gefunden wurde, beruhte offenbar einmal mehr auf der Eigeninitiative des langjährigen Staatsarchiv-Mitarbeiters Rudolf Jerabek.
Jerabek hatte Ende März im Staatsarchiv bereits jenen Aktenteil über die Causa gefunden, der als “Fall Mittwoch” für Schlagzeilen sorgte. Darin wurde der damalige Fernsehdirektor Zilk als “Informator” des kommunistischen tschechoslowakischen Geheimdienstes geführt.
In dem “Mittwoch”-Akt fand Jerabek auf Seite drei den handschriftliche Verweis auf eine Aktenzahl des Innenministeriums (“D-70.171/79″).
Es brauchte seinen Hinweis auf den Vermerk, damit das Innenministerium schließlich seinen eigenen Akt wiederfand.”
Quelle: http://orf.at/090404-36892/36893txt_story.html