12. Oktober 2009 von haftgrund | kein Kommentar
sagt Cohn-Bendit angesichts der durch die Grünen möglich gewordenen “Jamaika”-Koalition (statt der möglichen rot-rot-grünen).
Und über den saarländischen Grünenchef Ulrich: "Der Ulrich ist ein Mafioso"
taz: Die Linken können jetzt in NRW plakatieren: Wer grün wählt, wird sich schwarz ärgern. Kommt nicht zu einer Polarisierung zwischen Grünen und Linken?
Cohn-Bendit: das könnte die Linke tun. Aber Debatten auf der Wahlkampfebene führen nicht weiter. Sie garantieren, dass Schwarz-Gelb der Sieger für lange Zeit bleibt. Grüne und Linke haben eine historische politische Verantwortung, sie müssen die Diskussion rationalisieren. Und sich fragen: Was können wir, jede Partei für sich, einbringen, wenn es gilt, Ökologisierung und soziale Frage zusammenzudenken?
Quelle: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/der-ulrich-ist-ein-mafioso/
5. Juli 2009 von haftgrund | kein Kommentar
Hans Christian Voigt hat dankenswerterweise den Leserbrief Jochen Kuglers an den Falter über die medial-politische Schulterschlüssigkeit beleidigter Männer um die 50 in voller Länge im Kellerabteil2.0 wiedergegeben. Hier die Anfangszeilen zum Lust machen und hernach einige Zeilen aus Andrea Dusls Kommentar im Planet, der Zeitung der grünen Bildungswerkstatt.
“Seit der unsäglichen Diskussion um Voggenhubers “Nicht-Wahl” quälen mich als Grüner, emanzipierter, feministischer und (sic!) selbstbewusster Mann ständig die selben Fragen:
Warum muss ich mich damit abfinden, dass intelligente, reflexive und durchdachte Kommentare zur Causa Prima ausschließlich von Frauen kommen?
Warum kommen alle jenseitigen, beleidigten, unreflektierten Kommentare ausschließlich von Männern?
Was sagt es uns, dass die richtig beleidigten, wehleidigen und unreflektierten Kommentare mit einer erstaunlichen Häufigkeit von “aufgeschlossenen” Männern in der Nähe ihrer 50er kommen?”
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Und hier ein paar Takte Dusl:
“Mein Freund wählt grün, mein Bruder wählt grün, der beste Freund meines Bruders wählt grün und auch der beste Freund meines Freundes wählt grün. Ich bin von grünwählenden Männern umgeben. Sie sind friedlich und aufgeklärt, politisch korrekt und emotionell durchgegendert. Sie klappen ihre Klositze erst nach dem Pinkeln herunter, denken mit ihren weiblichen Gehirnhälften und haben ihr Testosteron einigermaßen im Griff. Es sind gute Männer. Seit kurzem hängt der Segen schief, meine grünwählenden Männer sind schwer beleidigt. In der Seele getroffen.
Warum seid ihr in der Seele getroffen, frage ich meine grünwählenden Freunde, Brüder, Freundesfreunde und Brüderfreunde. Wir werden dämonisiert. Wir werden auf unser Geschlecht reduziert. Und wir werden gemobbt. Aha, sage ich, ich weiß, woher der Wind weht. Voggenhuber, sage ich.”
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Damit aber nicht genug. Nunmehr geht es nicht nur jenen abendländischen Männern an den Kragen (oder sagen wir, wie es ist: an die Eier), die sich bislang bei all den feministischen Tsunamis erfolgreich über Wasser halten konnten. Auch unsere muselmannischen Brüder aus den Landstrichen der aufgehenden Sonne, denen wir Hiesigen mit aufklärerischem Gestus Orientierungshilfen in dieser unserer, von gleicher Berechtigung durchdrungenen Nachachtundsechzigerwelt stets zu vermitteln bereit waren, pfeifen inzwischen aus dem letzten Loch:
“Entwarnung: Die Islamisierung Deutschlands ist gescheitert. Und ich kann sogar sagen, wann und wo es passiert ist. An der Turmstraße in Moabit, um 14.30 Uhr. Ich musste zum Bürgeramt und lief darum zur U-Bahnhaltestelle, auf dem Gehweg kam mir ein Moslem entgegen, der dem offiziellen Gesicht der Bewegung für Geschrei und Scharia nicht unähnlich sah. Auch sonst entsprach er dem Typ Gläubigen, der in seinem Bücherregal genau ein Werk stehen hat. Doch etwas unterschied ihn sehr von den Islamisten (und vielen bildungsfernen Vätern mit germanischen Wurzeln). Seine Hände umfassten keine Messer oder Steine, sondern schoben einen Kinderwagen. Hinter ihm kam seine Frau aus dem U-Bahn-Untergrund, in der Hand irgendwelche Weiterbildungsunterlagen. Sie las, er schob.”
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Um es leicht abgewandelt mit Biermann zu sagen:
“Was soll aus uns noch werden?
uns droht so große Not
Vom Himmel auf die Erden
falln sich die Männer tot”