Alle Beiträge mit dem Tag ‘generisches Maskulinum’
12. November 2009 von haftgrund | kein Kommentar
Das “echo medienhaus“, jene Gesellschaft mit beschränkter Haftung, über deren bis in die Eingeweide der Wiener SPÖ gehende Verstrickung nicht nur das Datum was zu sagen hatte, bewirbt die diesjährige Buch-ins-Volk-Aktion folgendermaßen:
“Das Buch ist allerdings kein x-beliebiges Buch, sondern ein von einem Team des echo medienhauses zusammen mit dem Wiener Bürgermeister eigens für Wiener Leser ausgesuchtes. Das Gratisbuch hat also immer Relevanz für Wien”
Genau so hat es auch Klaus Nüchtern im Falter 46/09 beschrieben. Allerdings mit einer etwas anderen Akzentsetzung:
“Bürgermeister Häupl, Echo-Geschäftsführer Christian Pöttler und Wien live-Herausgeber Helmut Schneider einigen sich auf einen populären, seit Jahren als Taschenbuch auf dem Markt befindlichen Titel, um diesen in einer Auflage von 100.000 Stück und einer hässlicher und billiger gestalteten Ausgabe aufzulegen, die innerhalb von zwei Tagen vergriffen ist.”
Relevant für Wien und seinen maskulin generierten Lesern also. “Zart anfeudalisierte Eventisierung von Literatur” nennt das K.N.
Und der Bibliothekar einer der gut versteckt gelegenen und daher vom “Lesergut” im Allgemeinen weniger frequentierten Büchereien findet angesichts des jährlichen Nicht-LeserInnenansturms zu folgender unbibliothekarischen Ausdrucksweise: “kaum gibts was gratis, finden die Trotteln plötzlich unsere Hütte…”
Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo, aber nicht dazwischen.
8. November 2009 von haftgrund | kein Kommentar
Erwartungsgemäß melden sich SPÖ-Männer, wenn es um ein Frauenthema geht, zuhauf und enthusiasmiert zu Wort. Wie beim ambitionierten Versuch der Frauenministerin, einen Parteibeschluss zur Frauenquote auch real werden zu lassen.
Real? Nix real, sagt der im sonstigen Politleben nicht grad übersprudelnde Gesundheitsminister “weristdasdenngleich?” Stöger, sondern “eine Herausforderung”. Oder gar eine “Offensive”, wie es Bundesgeschäftsführer “ichmagRudasnicht” Kräuter erklärt. ABER da müsse man
vor allem “auf Verständnis appellieren”, denn zum Großteil hänge die Erfüllung der Quote mit “Motivation” zusammen.
Die der Männer natürlich. So wie übermotivierte Männer das Wahlrecht der Frauen und andere Unrealismen durchsetzten.
Faymann ist wieder Faymann:
Er sei dafür, die Quoten zu erfüllen und auch “überzeugt”, dass man bis zum Parteitag nächstes Jahr “gemeinsam” zu einem entsprechenden Vorschlag kommen werde.
also nicht nächstes Jahr die Quote zu erfüllen, fühlt er sich motiviert, sondern nur zur bereits beschlossenen und nicht erfüllten Frauenquote einen Vorschlag zu machen, was nur heißen kann: 40% der Mandate werden von Frauen besetzt, müssen aber nicht nur Frauen sein, weil Menschen sind wir alle.
Die “Ultima Ratio” sozialdemokratischer Frauenpolitik.
Quelle: http://derstandard.at/fs/1256744288543/Frauenquote-SPOe-Maenner-gegen-Geldstrafen-fuer-eigene-Partei
1. Oktober 2009 von haftgrund | kein Kommentar
Fast alles, wäre die gängige Vermutung, wenn, ja wenn es im Falter nicht ein kleines widerständiges Ideologiedorf gäbe, an dem die Zeitläufte abprallen, wie einstens die Römer im generischen Dorf der starken Männer und wo der Bezahl-Falter sich auf dem selben Dorfplatz wiederfindet wie das Gratisblatt:
Heute:
Appell der Kindergärtner: 3056 Pädagogen wollen mehr Geld
… jeder zweite Kindergärtner fordert …
Falter:

29. September 2009 von haftgrund | kein Kommentar
Naturhistorisches Museum
37 Bewerber für Lötsch-Nachfolge
11. September 2009, 14:57
Unter den Bewerbungen sind elf Frauen
Quelle: http://derstandard.at/fs/1252037144397/Naturhistorisches-Museum-37-Bewerber-fuer-Loetsch-Nachfolge
20. September 2009 von haftgrund | 9 Kommentare
Luise F. Pusch berichtet in ihrem aktuellen Blogbeitrag über die Weigerung der Betreiberinnen der Website in.put – Wissen für junge Köpfe, geschlechtsneutrale Formulierungen zu verwenden:
“Deshalb lehnen wir eine Änderung des Begriffs in seine weibliche Form ab, da diese uns unnötig und als der Gleichberechtigung entgegengesetzt erscheint. Wir sind zwar dem Geschlecht nach Frauen, aber im Rahmen der Arbeit an der Website waren wir in erster Linie Journalisten.”
Zum Zeitpunkt dieser aus einem Briefwechsel her rührenden Feststellung waren es 12 Autorinnen, die sich an dem Projekt beteiligten (2008 waren es sechs, daher der an Pirandello gemahnende Titel), die wenigstens einen männlichen Teilnehmer gebraucht hätten, um nicht hinter den Stand geschlechts(un)spezifischer Schreibweise der tiefen 50er zu fallen, wie Pusch anmerkt:
“Falls diese jungen Frauen und “Autoren” überhaupt Feministinnen sind (vielleicht eher Feministen?), sind sie jedenfalls keine heutigen, sondern von vorgestern. So wie sie argumentierten wir nicht einmal in präfeministischen Zeiten. 18 Autorinnen waren schon in den 50er und 60er Jahren 18 Autorinnen. Kam ein Autor hinzu – ja dann waren es plötzlich 19 Autoren. Bis Kate Millett auf den Plan trat und all die anderen.”
Doch das scheint Schnee von gestern zu sein, denn wie sonst könnten Frauen von heute zu Formulierungen finden, denen man eher auf Blogseiten von ernsthaftigen Männern zu begegnen erwartet, die glauben, sich nun aber echt wirklich mit sprachlichem “Gender-Wahnsinn” auseinander setzen zu müssen:
“Trotzdem ziehen wir unsere Identität eher aus der Qualität und den Inhalten unserer Arbeit als aus einem Suffix an der Berufsbezeichnung. Wir sehen Gleichberechtigung als die Möglichkeit, Leistungen wirklich geschlechtsneutral zu bewerten. Die Bezeichnung “Autoren” ist Ausdruck dieser Haltung und bewusst gewählt”.
Luise F. Pusch hat recht, wenn sie angesichts solcher Aussagen sich mal selbst vergewissert, dass ihr Anliegen nach geschlechtsneutralen Bezeichnungen nicht die Marotte einer “Femi-Oma” ist, sondern gesellschaftliches Produkt einer real existierenden Frauenbewegung. Und, fast trotzig, dass sie selber auch noch lebt. Wie andere Feministinnen und wie Kate Millet.
Viel lebendiger jedenfalls, als diese neuen Frauchen ohne Suffix.
17. August 2009 von haftgrund | kein Kommentar
… meint jedenfalls meine Zigaretten rauchende Gefährtin.

26. Juli 2009 von haftgrund | 16 Kommentare
hätte Tom Schaffer in seinem bereits erwähnten Beitrag das nennen können, wogegen er anschrieb. Er wählte aber “Gender-Wahnsinn”, ein Begriff, der unlängst durch einen verhaltensauffälligen Rechtsextremen im Parlament gebraucht wurde und seither in einschlägigen Kreisen einige Popularität erreicht hat. Auch die von Tom Schaffer angeführten Beispiele für einen solchen “Genderwahn” – “Mitgliedin” und “frau” statt “man”, begleitet von der Behauptung, dass die Verwendung dieser Wortbildungen der Frauenbewegung zum Schaden gereichen würde, ließ vermuten, dass der Autor sich mit dem, worüber er schrieb, noch nicht auseinander gesetzt hat. Dies stellte er im Verlauf der Diskussion überzeugend unter Beweis, als er auf einige Hinweise von weiblichen Posterinnen nicht nur unwirsch und beleidigt reagierte, sondern sich argumentativ immer mehr und immer wieder in einen Wirbel schrieb. In diesem Mahlstrom der Redundanz wurde er von einigen anderen männlichen Postern tapfer begleitet. Diesem Schulterschluss von über die Zukunft der Frauenbewegung zutiefst besorgten Männern hatten die sich zu Wort meldenden Frauen naturgemäß außer Argumenten nichts entgegenzusetzen. Da ihre Argumente aber nach einhelligem Urteil der sich als Feministen gerierenden Mit-Glieder der Diskussion von radikal isolierten Dogmatikerinnen stammten, erübrigte es sich, sie ernst zu nehmen. Weil diese Weiber aber weiter zruckredeten, wurde es notwendig, ihnen durch die Blume zu vermitteln, wo der Bartl den Most holt:
- Du verstehst krampfhaft jedes meiner Worte falsch
- Lies doch den Text nochmal ohne Schaum vor dem Mund
- Fast hätte ich auf diese aggressive Polemik noch geantwortet
- aber gerade in der Diskussion mit überzeugten FeministInnen … hat man mit so einem Dreck ja nun wirklich bei der erstbesten Gelegenheit zu tun
- Aber diese sexistischen, verhöhnenden Polemiken kannst du dir sparen
- Merkt ihr überhaupt noch, wem ihr hier eigentlich vor die Füße kackt?
- Wo hast du kleines Genie eigentlich diesen Mist her, den du ja hier eindeutig auf mich beziehst?
- Warum machst du dir ins Hemd, wenn jemand Lächerlichkeiten als das bezeichnet, was sie sind?
- Mal sehen, ob du es in dieser Diskussion noch schaffst, auch Antworten zu geben, statt nur an allen vorbei zu fantasieren.
- Du schwafelst an allen vorbei.
- ist das Euzerl Provokation wirklich schon genug, damit ihr mit Schaum vorm Mund gleich voll ins rote Tuch stürmt?
- das meine ich, wenn ich sage, euch fehlt wegen dem schaum vorm mund die fähigkeit sinnerfassend zu lesen
- ihr wisst eh, was ihr mich mit einer solch miesen art könnt
- Und außerdem halte ich es für eine sexistische, respektlose Frechheit …
Die gesamte Diskussion nachzulesen ist zwar mühsam, hat aber stellenweise durchaus Qualität – ich beziehe mich hier auf die Stellungnahmen der Frauen, die nicht nur die besseren Argumente hatten, sondern sie auch wortgewandt und mit Witz auszudrücken vermochten. Von einer dieser Frauen stammt auch das schöne Wort “Koma-Gendern”, was eigentlich das Werfen von Perlen vor die, naja, vor die Füße halt ist.
Welche Wörter und Begriffe am häufigsten gebraucht wurden, ist hier zu sehen:

Zu bemerken ist noch, dass die diskutierenden Proaktiv-Feministen eigentlich zu den “Guten” gehören, grünbewegt, nach eigenen Aussagen liberal denkend, dem Gendern durchaus aufgeschlossen und es selber machend. Aber irgendwann haben sie einen Punkt erreicht, da meinen sie: “Bis hierher und nicht weiter!” Dieser Punkt scheint für sie erreicht zu sein, wenn ein Neutrum in ein Femininum verwandelt wird (Mitgliedin) oder gar das alleinseligmachende Indefinitivpronomen “man” in ein “frau”:
“Mit der Phrase “mensch” soll “man” ersetzt werden, während sehr dogmatische Feministinnen aber unwidersprochen “frau” schreiben. Jetzt hat “man” zwar nicht die Bedeutung Mann, soll aber durchs angeblich neutrale “mensch” ersetzt werden. Gleichzeitig wird ein Wort eingeführt, dass eindeutig einen Bias einbringt. – Wer kann Leute ernstnehmen, die sich in solchen Widersprüchen verstricken?”
Dazu eine schöne Replik von mo:
“Schon wahr – deshalb wird “frau” sich auch nie allgemein durchsetzen. Außer eben bei ein paar Hardcore-Frauenrechtlerinnen, die’s in ihren extremfeministischen Publikationen verwenden. Aber diese Birgit-, Lisa-, Laura- und sonstigen Mimi-Blättchen fassen aufgeklärte Feministen ja nicht mal mit der Kneifzange an, ergo sind sie irrelevant für die öffentliche Wahrnehmung, die sich bekanntlich am soliden Intellekt orientiert.
Dass die Dogmatikerinnen es irgendwie geschafft haben, die Dudenredaktion zu unterwandern, ist da schon weitaus bedenklicher, weil in das Bücherl schauen ja auch Jugendliche rein. Natürlich, es steht ein kleiner Warnhinweis dabei, aber wie die Kids so sind, wirds dadurch bloß doppelt reizvoll – ob sich da vielleicht übern Jugendschutz irgendwas machen lässt? Damits nicht zu ernsten Problemen kommt mit Koma-Gendern und so … :-)”
Auf solche und ähnliche Beiträge kam nichts oder Irrelevantes, zumeist begleitet von der Beteuerung, der Gleichberechtigung der Frau eh so positiv gegenüber zu stehen, aber Kritik an Auswüchsen werde man ja noch üben dürfen.
Gemeinsam ist ihnen eine paternalistische Grundhaltung bar jeder Selbstreflexion mit dem Hang zum Grantigwerden, wenn ihre Bereitschaft zur Zuwendung nicht entsprechend gewürdigt wird.
Ja, Schatz!
18. Juli 2009 von haftgrund | 1 Kommentar
Zahlreiche Kommentatoren des Beitrags »Gendern für Dummies« im Blog “Zur Politik” sahen eine Gefährdung der »echten«, durchaus männergewollten Emanzipationsbewegung der Frauen durch die Verwendung des Begriffs “Mitgliedin”. Der Autor des Beitrags, Tom Schaffer, hatte anfangs zwar gemeint
“Für mich persönlich hätte sich der Zweck des Genderns – die Sensibilisierung – bereits erledigt”,
doch etwas lastete noch auf seinem Herzen: unter dem Zwischentitel “Ein Wahnsinn” glaubte er, zu “Mitgliedin” feststellen zu müssen:
“Es gibt aber einen gewissen “Genderwahnsinn”, den ich nicht mitmache, weil ich ihn für gefährlich halte.”
und: “Hier wird Gendern von einem wichtigen Instrument zur Blödheit” (…) “werden durch solch lächerliche Beispiele die legitimen Anliegen der Gendergerechtigkeit untergraben”
Was hat es nun mit diesem untergrabenden Wahnsinn an sich?
Tante Google hilft: Von den ersten 20 Treffern beim Suchwort “Mitgliedin” haben sich 9 entweder kritisch oder ironisch oder problematisierend mit diesem Wort auseinandergesetzt. Die restlichen sind zum Teil Tippfehler (vergessenes Leerzeichen), mangelnde Deutschkenntnisse (Übersetzungen) oder auch bewusst gesetzt (na und?):
- http://www.binnen-i.de/Mitgliedin.htm Mitgliederinnen erzeugt 44000 links
- http://de.groups.yahoo.com/group/udv/message/70 Mitgliedin bring Gleichberechtigung nicht voran
- Sapeurs Pompiers de Berdorf 1999Name: BingenVorname: PatrickFunktion: MitgliedIn der Wehr seit: 01/02/2003
- Mitgliedin der Arbeitsgruppe ‚Ästhetische Bildung—im Zentralinstitut … Mitgliedin der Fakultätskommission für Lehre undstudium ..
- http://derstandard.at/?page=userposts&pid=4386873&pnr=9 Ehrenmitgliedin? Zitat: >die vp-kandidatin, [ist] >cv-ehrenmitgliedin Ehrenmitgliedin? Meinen Sie das ernst? Mitgliedin?! Nichts gegen den Versuch, die Sprache etwas geschlechsneutraler zu machen, aber deshalb zu schreiben, “Mitgliedin”,
- http://derstandard.at/?page=userposts&pid=13485214 Trennlinie 8. Von: Brot Pitt 11.05.2009 14:27 Vermutlich meint sie das. Frage mich, wieso Frau Fekter eigentlich nicht FPÖ Mitgliedin ist.
- Mitgliedin ursel spohn
- Titel: Junsai Asukai- Akatsuki Mitgliedin
- Angeberin! Eigentlich bist du aber Hardcore Mitgliedin, wenn wir schon bei der korrekten Schreibweise sind :wink:
- http://dievoss.blogspot.com/2009/01/der-spanische-zerrspiegel.html Bibí Aído. Mitgliedin. Bibiana Aido ist die Ministerin für Gleichheit (Gleichheit entspricht mehr dem Denken der Sozialisten als Gleichberechtigung). der Familienname Aído hört sich an wie “ha ido” (ist gegangen). “Ido” kann aber auch “geistig auf Abwegen” bedeuten, daher die Anpielung “(se) ha ido” – ist gegangen. Bei ihrem Amtsantritt kam es zu einer großen Debatte um ihre Wortschöpfung “Mitgliedin” (miembra), eine weibliche Form von Mitglied (miembro). Im Spanischen gibt es das Wort aber nicht, auch wenn es grammatisch machbar wäre. Seither ist das Wort “miembra” in aller Munde, wenn es darum geht, von den Ministerinnen der Zapatero-Regierung zu sprechen, insbesondere von der Ministerin für Gleichheit.
- http://edocs.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2006/6374/ Herr Bullrig will’t aber nich haben, daß seine Frau Mitgliedin wer’n soll von’n “demokratschen Frauensklubb.”: Eine Strafpredigt, gehalten von Herr Bullrigen an seine Gattin Eulalie: Eulalie, wat willste? Mitgliedin willste weren bei’n “demokratschen Frauensklubb?” …(Flugschrift 1848, Berlin)
- kratzdistel ist jetzt Mitgliedin der Web 2.0 Frauen auf Xing
- Katja mit ihren Maikäfern Antonia und Bastian ~ Mitgliedin im Sommerhaufen e.V. ~
- 75 Jahre Mitgliedin 100 Jahre altem Verein. Für einige wäre es sicher eine besondere Ehre gewesen, zum hundertjährigen Bestehen des SC Opel im vergangenen Jahr für die eigene langjährige Mitglie… (Genios Business Information)
- Eine Mitgliedin von chefkoch.de hatte tatsächlich so etwas mal eingescannt.
- Als MitgliedIn von Kirche im Keller bin ich entsetzt über diese negative Berichterstattung von unserem herrlichen Song-Kontest.
- Er war Mitgliedin einem katholischen Jugendclub, trat aber aus, als alle anderenzusätzlich in die Hitlerjugend eintraten.
- Unglaublich! Bei Google finde ich aktuell 24 300 Seiten, die sich an die lieben Mitgliederinnen und Mitglieder wenden!
- haohao hat geschrieben: Ich bin eine neue Mitgliederin der Website:lol: :lol: :lol: Sehr schön! Sind auf diesen Ausdruck schon die Radikalemanzen gekommen? Hahao ([chines.Schriftzeichen] :wink:), Mitglied ist geschlechtsneutral, da gibt es keine feminine Variante! (Chinaseite)
- http://www.staat-der-frauen.de/data/pgs/Leseproben/DieSprache.html Als recht problematisch erwies sich beispielsweise das Wort »Mitglie.«. Gäbe es in der deutschen Sprachen nicht jenen fatalen Doppelsinn, den das Wort »Glied« mit sich herumschleppt, wäre die Sache einfacher gewesen. »Mitglied« – unzweideutig verstanden als »ein weiteres Glied in der Kette« – hätte lediglich der weiblichen Endung bedurft, um als »Mitgliedin« salonfähig zu bleiben. Da »Glied« aber nun mal auch, und womöglich im alltäglichen Sprachgebrauch überwiegend, das männliche Geschlechtsorgan bezeichnet, war es gänzlich ausgeschlossen, eine Frau »Mitglied« oder »Mitgliedin« zu nenne. Aber auch die Verneinung schied aus. »Ohnegliedin« wäre zwar der biologischen Wahrheit nähergekommen, doch die Definition einer Frau als Verneinung eines originär männlichen Teils, und noch dazu eines solchen, war schlicht inakzeptabel. Der einzige Ausweg lag auch hier in der völligen Eliminierung des Wortes »Mitglie.«. An seine Stelle trat, wenig spektakulär, aber unverdächtig und eindeutig: »die Zugehörig.«.
Offenbar handelt es sich bei diesem so genannten “Genderwahnsinn” um eine selbstprophezeiende Gefährdung, diagnostiziert von Männern, die es ja nur gut meinen, wenn sie den Frauen sagen: “Halt! bis hierher und nicht weiter!” :-)
Die Kommentare zu dem Artikel lohnen sich zu lesen, vor allem der Texte dreier selbstbewusster Weiber wegen (Laura, Lola und Mo), die es den dortigen Männer nicht leicht machen, in ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit zu verharren :-)
5. Juli 2009 von haftgrund | kein Kommentar
Hans Christian Voigt hat dankenswerterweise den Leserbrief Jochen Kuglers an den Falter über die medial-politische Schulterschlüssigkeit beleidigter Männer um die 50 in voller Länge im Kellerabteil2.0 wiedergegeben. Hier die Anfangszeilen zum Lust machen und hernach einige Zeilen aus Andrea Dusls Kommentar im Planet, der Zeitung der grünen Bildungswerkstatt.
“Seit der unsäglichen Diskussion um Voggenhubers “Nicht-Wahl” quälen mich als Grüner, emanzipierter, feministischer und (sic!) selbstbewusster Mann ständig die selben Fragen:
Warum muss ich mich damit abfinden, dass intelligente, reflexive und durchdachte Kommentare zur Causa Prima ausschließlich von Frauen kommen?
Warum kommen alle jenseitigen, beleidigten, unreflektierten Kommentare ausschließlich von Männern?
Was sagt es uns, dass die richtig beleidigten, wehleidigen und unreflektierten Kommentare mit einer erstaunlichen Häufigkeit von “aufgeschlossenen” Männern in der Nähe ihrer 50er kommen?”
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Und hier ein paar Takte Dusl:
“Mein Freund wählt grün, mein Bruder wählt grün, der beste Freund meines Bruders wählt grün und auch der beste Freund meines Freundes wählt grün. Ich bin von grünwählenden Männern umgeben. Sie sind friedlich und aufgeklärt, politisch korrekt und emotionell durchgegendert. Sie klappen ihre Klositze erst nach dem Pinkeln herunter, denken mit ihren weiblichen Gehirnhälften und haben ihr Testosteron einigermaßen im Griff. Es sind gute Männer. Seit kurzem hängt der Segen schief, meine grünwählenden Männer sind schwer beleidigt. In der Seele getroffen.
Warum seid ihr in der Seele getroffen, frage ich meine grünwählenden Freunde, Brüder, Freundesfreunde und Brüderfreunde. Wir werden dämonisiert. Wir werden auf unser Geschlecht reduziert. Und wir werden gemobbt. Aha, sage ich, ich weiß, woher der Wind weht. Voggenhuber, sage ich.”
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Damit aber nicht genug. Nunmehr geht es nicht nur jenen abendländischen Männern an den Kragen (oder sagen wir, wie es ist: an die Eier), die sich bislang bei all den feministischen Tsunamis erfolgreich über Wasser halten konnten. Auch unsere muselmannischen Brüder aus den Landstrichen der aufgehenden Sonne, denen wir Hiesigen mit aufklärerischem Gestus Orientierungshilfen in dieser unserer, von gleicher Berechtigung durchdrungenen Nachachtundsechzigerwelt stets zu vermitteln bereit waren, pfeifen inzwischen aus dem letzten Loch:
“Entwarnung: Die Islamisierung Deutschlands ist gescheitert. Und ich kann sogar sagen, wann und wo es passiert ist. An der Turmstraße in Moabit, um 14.30 Uhr. Ich musste zum Bürgeramt und lief darum zur U-Bahnhaltestelle, auf dem Gehweg kam mir ein Moslem entgegen, der dem offiziellen Gesicht der Bewegung für Geschrei und Scharia nicht unähnlich sah. Auch sonst entsprach er dem Typ Gläubigen, der in seinem Bücherregal genau ein Werk stehen hat. Doch etwas unterschied ihn sehr von den Islamisten (und vielen bildungsfernen Vätern mit germanischen Wurzeln). Seine Hände umfassten keine Messer oder Steine, sondern schoben einen Kinderwagen. Hinter ihm kam seine Frau aus dem U-Bahn-Untergrund, in der Hand irgendwelche Weiterbildungsunterlagen. Sie las, er schob.”
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Um es leicht abgewandelt mit Biermann zu sagen:
“Was soll aus uns noch werden?
uns droht so große Not
Vom Himmel auf die Erden
falln sich die Männer tot”
13. April 2009 von haftgrund | 1 Kommentar
Library Mistress, die bekanntlich Phrasen sammelt, “die gerne an den Anfang von Publikationen gestellt werden, mit denen begründet werden soll, warum sich der Autor oder die Autorin nicht um geschlechtergerechte Sprache bemüht” hat hieran hoffentlich auch ihre Freude:
