Tja, so geht das … Godard: Wer mi…

Tja, so geht das …

Godard: Wer mich sehr erstaunt, ist Danny Cohn-Bendit. Es ist seltsam, ihn in dieser Umgebung wiederzufinden, als Europaabgeordneter. Ich sehe ihn immer als Überblendung mit dem jungen Cohn-Bendit. Und ich frage mich, ob er sich nicht zu Tode langweilt. Aber wahrscheinlich blickt er genauso auf mich, einen 80-Jährigen, der seit einem Jahr in einem Schweizer Städtchen an einem neuen Film bastelt.

Jean-Luc Godard hält den Technikwahn des Kapitalismus für unanständig. Im Interview spricht der Regisseur über Geld, Europa und seinen neuen "Film Socialisme".


Unbedingt nichts nehmen. Interner H…

Unbedingt nichts nehmen. Interner Hinweis für Büchereien:

ich habe im eingangsbereich die 5000 exemplare für die zweigstellen gekennzeichnet gestellt. unbedingt NICHTS nehmen.

Untermenü. MARIO VARGAS LLOSA: Der Geschichtenerzähler. Einmal im Jahr wird ein eigens hergestelltes Buch in einer Auflage von 100.000 Exemplaren gedruckt und in ganz Wien gratis verteilt: in Buchhand…


Mobilisierungsinitiative für Wiene…

Mobilisierungsinitiative für Wiener BüchereibenutzerInnen
_"Einem Leser, der das Buch 'Kanuwandern am Yukon' entlehnen möchte,
darf zugemutet werden, von Ottakring nach Erdberg zu fahren,
um es dort zu holen — eine Viertelstunde mit der U-Bahn; denn
nach Anchorage ist es deutlich weiter"_
(Büchereiperspektiven Nr. 4-5/2011, S. 28).
Auch Linz wäre näher als der Yukon. Und das mit der Viertelstunde U-Bahn ist Unsinn, wie sich jede/r selbsst überzeugen kann (nicht nur, weil mensch ja auch zurückfahren möchte).


“Außerdem fielen diverse Nebenkost…

"Außerdem fielen diverse Nebenkosten im Bereichder Fahrscheine und Fahrscheinkontrolle zusätzlich weg, wenn das Öffi-Ticket gratis wäre."

Massenarbeitslosigkeit unter Kontrolloren – wollen wir das wirklich?

Gratis Tickets für die Öffis wären eine effizentere Maßnahme für das Energiesparen, als Elektroautos, meint Walter Boltz von E-Control


Twittern für den Kanzler und andere österreichische Vereinbarkeiten

  • Faymann, Werner    bestellte in seiner Zeit als Wiener Wohnbaustadtrat für den Leiterposten der “Wiener Wohnen Hausbetreuung” seinen alten Freund Herbert Jansky.
  • Jansky, Herbert    musste später wegen Misswirtschafts von seinem Postens zurücktreten. Er ist der Bruder des damaligen Faymannschen Pressesprechers, Wolfgang Jansky.
  • Jansky, Wolfgang    ist heute Geschäftsführer der Gratiszeitung Heute. Seine Lebensgefährtin ist Elvira Franta.
  • Franta, Elvira,    frühere Mitarbeiterin des PID der Stadt Wien, ist heute für die Inseratenvergabe des Kanzleramts zuständig und Pressesprecherin von Josef Ostermayer.
  • Ostermayer, Josef    ist Medien-Staatssekretär und langjähriger Vertrauter von Kanzler Werner Faymann.
  • Faymann, Werner, Kanzler,    ist verheiratet mit einer Wiener Landtagsabgeordneten, Martina Ludwig-Faymann.
  • Ludwig-Faymann, Martina    wurde von Wolfgang Jansky ein Job für eine Zeitschrift vermittelt. Diese gehört zum faktischen Mehrheitseigentümer von Heute, Günther Havranek.
  • Havranek, Günther    wird nachgesagt, dass er bei Heute nur der Strohmann ist für die Familie Dichand.
  • Dichand, Hans,    der inzwischen verstorbene Gründer der Kronenzeitung, war mit Werner Faymann eng befreundet (“Onkel Hans”) und pushte ihn durch seine Redakteure in seine jetzige Position.
  • Dichand, Eva    ist Herausgeberin und Geschäftsführerin von Heute. Sie ist die Frau des Miteigentümers der Kronenzeitung, Christoph Dichand.
  • Dichand, Christoph    ernannte – just zu der Zeit, als der Kanzler einer neue Pressesprecherin Arbeit und Brot im Kanzleramt gab – einen neuen innenpolitischen Redakteur der Kronenzeitung: Claus Pándi.
  • Pándi, Claus    ist ein enger Freund von Josef Ostermayer und verheiratet mit Angelika Feigl.
  • Feigl, Angelika    war jene neue Pressesprecherin von Kanzler Werner Faymann, bis sie aufgrund eines blöden Fehlers in die zweite Reihe zurücktreten musste. Nach einer durch Günther Havranek durchgeführten Umstrukturierung der SPÖ-Zentrale darf sie aber für den Kanzler twittern.

Falls ihr nichts einfällt, kann sie ihren Mann ja bitten, ihr aus dem Fundus von Wolf Martin auszuhelfen, und es in die Twitterbeschränkung einzupassen, etwa so:

Einige Links zum Thema:

Vom diskreten Charme des RFID

Stadtbibliothek Oberhausen: Wählerischer Bücherei-Automat

Apparat außer Betrieb! Derweil stehen an der Verbuchungstheke Bibliotheksnutzer mit Bücherstapeln vor den zwei Mitarbeitern, und denen wiederum steht trotz der sonst ruhigen Vormittagsstunden der Schweiß auf der Stirn. „Das ist wirklich sehr ärgerlich, dass die Technik nicht funktioniert.“
Auch die Kunden sind alles andere als begeistert. „Das ist schlecht. Ich leihe hier viel aus. Wenn es jetzt schon Probleme gibt, ist das unerfreulich“, regt sich ein Bibliotheksnutzer auf.

Wenn ich bedenke, wie oft die MitarbeiterInnen und die BenutzerInnen der Wiener Büchereien schon vor einer solchen Situation gestanden sind und immer wieder stehen, und darüber jedesmal berichtet werden würde – die Medien wären voll davon.
Da in Wien derzeit alle restlichen Büchereien mit sogenannter “Stapelverbuchung” auf RFID-Basis versehen werden, ist daran zu erinnern, dass auch bei Normalbetrieb entgegen den Versprechungen der Firmen keineswegs alle Medien problemlos verbucht werden können. Wie auch die Oberhausener BibliothekarInnen feststellen konnten:

Ab einem gewissen Metallanteil funktioniert die Technik nämlich nicht. Pakete mit vielen CDs oder etwa das glänzende Guinnessbuch zieht der Apparat nicht ein. „Den größten Teil unserer rund 120 000 Medien nimmt der Automat an, aber wir wollen auf 90 Prozent“

So viele CDs braucht es gar nicht, dass es nicht oder nur nach mehreren Versuchen funktioniert. Oft reicht schon eine und das System streikt. Dass überdies als Standard bei der Selbstverbuchung vorausgesetzt wird, dass die BenutzerInnen die CDs aus ihren Verankerungen einzeln herausnehmen müssen, um sie auch verbuchen zu können, entspricht nicht gerade einem sozusagen “optimierten Kundenservice”.
Jedenfalls scheint eine Erfolgsquote von 90%, wie die Oberhausener erhoffen, für die Wiener Büchereien ein nicht zu erreichendes Ziel zu sein.

Bei der Einführung der Selbstverbuchungsgeräte in mehreren Zweigstellen vor ca. einem halben Jahrzehnt hatte sich herausgestellt, dass Geräte und Leitungen zu schwach für einen funktionierenden Betrieb waren. Fast vier Jahre lang mussten BibliothekarInnen und LeserInnen leiden, bis ihnen a) geglaubt wurde, dass es nicht so funktioniert wie beim Trockentraining und b) bis die Geräte ausgetauscht und die Leitungen verstärkt wurden. *)

Auch danach ist die Nutzung der Selbstverbucher im überschaubaren Rahmen geblieben: Mit Ausnahme von Hauptbücherei, Philadelphiabrücke und Favoritenstraße, wo der Anteil 60% sein soll, pendelt er in den anderen, mit SV-Geräten ausgestatteten Zweigstellen zwischen 5 und 18%.
Inzwischen hört man aus den eben auf RFID umgestellten Zweigstellen ein erstes gepresstes “Das soll eine Erleichterung sein?” …

Die bisherigen Erfahrungswerte seit Einführung von RFID in den Büchereizweigstellen sind jedenfalls:

  • BenutzerInnen gehen nur ungern zur Selbstverbuchung, weil sie zumeist sowieso eine an der Theke zu erledigende Angelegenheit haben; da die Theken nunmehr schwächer besetzt sind, werden die Wartezeiten eher länger.
  • Die Thekenverbuchung ist mit RFID langsamer als mit Barcode, wie alle, die mit beiden Systemen gearbeitet haben, bestätigen.
  • Für die Büchereibediensteten wird es anstrengender, mehr Konzentration ist erfordert, die Augen werden mehr belastet, übereinstimmend erzählen die meisten von Kopfschmerzen, und überreizten Nerven und Schlafstörungen im Anschluss an einen Verbuchungsarbeitstag.
  • Die zahlreichen Alarmauslösungen zeugen nicht von erhöhter Diebsstahlsbereitschaft, sondern von Fehlfunktionen und nerven zusätzlich.

Hauptsache es wird – da die Leitung von fiktiven Personalersparnissen ausgeht – Personal frei, auch wenn es nur in den Zellen von Exceltabellen existiert.

*)  Zum Thema siehe auch: