“Abschied von der Bibliothek für alle”

www.freiepresse.de/Die Bibliothek für alle ist passé

Ein “Abschied von der Bibliothek für alle” ist das Konzept für die Entwicklung der Auerbacher Stadtbibliothek bis 2015, das am Montag von der Leiterin der Einrichtung, Anja Schamberger, dem Auerbacher Stadtrat vorgestellt worden ist.

Man will sich in Zukunft stärker an Zielgruppen orientieren, wegkommen von einer rein quantitativen Bewertung der Leistungen und sich mehr an den Problemlagen der Stadt orientieren. Die Analyse des Umfeldes, Grundlage des Konzeptes, hat für die Bibliotheksleiterin zum Teil erschreckende Zahlen gebracht: So haben 9,5 Prozent der Schulabgänger der Stadt Auerbach keinen Abschluss, bei 13,7 Prozent liegt die Kinderarmut, bei 19,3 Prozent die Jugendarmut. –> zum Artikel

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Frauen mit Burka wie Krümel behandelt wissen

möchte ein pensionierter Geschichtslehrer in Ulm. Denn für ihn ist
“die Burka ein rotes Tuch”, wie die “Südwestepresse” titelt:

Unbehagen, Unverständnis, Verärgerung. So beschreibt Gerd Zillhardt seine Gefühle beim Anblick einer Frau mit Ganzkörperschleier in einem öffentlichen Gebäude. Etwa in der Ulmer Stadtbibliothek. Eigentlich “ein Ort der Aufklärung und Offenheit”, sagt er, an dem die Verhüllung des Gesichts völlig fehl am Platze sei. “Verschleiern darf man sich, aber wehe man macht Krümel oder bringt den Hund mit”, sagt der pensionierte Geschichtslehrer.

Also möchte der Ulmer Exprof, dass Frauen mit Burka vom “Ort der Aufklärung und Offenheit” wie Krümel weggewischt werden oder analog zu Hunden gleich draußen vor bleiben müssen. Dort können sie ja unangeleint und sich still verhaltend auf ihre Kinder warten, bis diese mit dem Bibliotheksbesuch fertig sind. Dass solchene Frauen selber keinen Bedarf am Bibliotheksangebot haben, sondern nur aus “religiösem Zwang” oder als “Provokation” in die Bibliothek wollen, scheint für den ehemaligen Wissenstransmitter sowieso ausgemachte Sache zu sein.

Vor einigen Wochen wandte sich Zillhardt deshalb an die Bibliotheksleitung und forderte ein Hausverbot für verschleierte Frauen.

Da in der Bibliotheksordnung kein Burkaverbot enthalten ist, hatte er Pech mit seinem Ansinnen. Doch der offenbar mit zu viel Altersfreizeit Gesegnete gibt nicht auf, wie dem Artikel weiter zu entnehmen ist.


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Zeige mir deine Mitglieder

und ich sage dir, was du bist:

Äußerungen über Ausländer: Gabriel legt Sarrazin SPD-Austritt nahe

Grundsätzlich wolle er sich mit Sarrazins Thesen zur Einwanderung ja “intellektuell” auseinandersetzen, sagt Gabriel. Aber sie seien teilweise “sprachlich so was von gewalttätig”, dass eine Auseinandersetzung schwer in Frage komme. “Wenn Sie mich fragen, warum der noch bei uns Parteimitglied sein will – das weiß ich auch nicht”, sagt Gabriel.

Die indirekte Botschaft des Vorsitzenden: Sarrazin, Sozialdemokrat, ehemaliger Berliner Finanzsenator und heutiger Bundesbank-Vorstand, soll sich bitte eine neue politische Heimat suchen.

Eine Sozialdemokratie mit einem Funken an Sozial- und Demokratiebewusstsein hätte diesen Typen längst hinausgetreten – und nicht “indirekt”, sondern mit direktem Tritt in den Arsch – meine ich mal, und ausnahmsweise mit Verzicht auf  “intellektuelle Auseinandersetzung”.

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Pilzens Blockbuster?

Aus Profil 34/2010 (nicht online).

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Im Überschwall des Sprechdurchfalls

über die hohe Schwelle der deutschen Sprache gestolpert:

… fordert die Wiener FPÖ nach wie vor eine unabhängige Kommission, die jenen Missbrauchopfern unterschwellig zu Verfügung stehen muss, die bisher aus Scham geschwiegen haben, so der Kinder- und Jugendsprecher der FPÖ-Wien, Gemeinderat Mag. Johann Gudenus in einer Stellungnahme. (OTS)

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Transparenz nur bei den Besitzlosen

ÖVP befürchtet “Vermögenssteuer-Striptease” – news.ORF.at

Die ÖVP geht davon aus, dass die Feststellung von Vermögen durch eine Vermögenssteuererklärung erfolgen soll und verweist auf ein derartiges Formular aus den 90er-Jahren: „Was ist das Haus, die Wohnung wert, wie viel habe ich auf dem Konto, gibt es Schmuck? All das müsste festgestellt werden. Diese Schikane brauchen wir nicht“, so Kaltenegger.

Doch.

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Wenn Schwachsinn “Zur Politik” wird

“Niemand sollte (und nur wenige werden) sich am Leid dieser Menschen erfreuen. Das Unbehagen gegen den Atombomben-Widerspruch und den teulischen Extremismus ist aber keine böse, gemeine oder heuchlerische Begründung, um aus den tausenden legitimen Spendengebieten eines auszuschließen. Auch wenn man dabei genauso eine innere Träne zerdrücken muss, wie beim Vorbeigehen an einer Bettlerin mit Kleinkind in der U-Bahn: Pech, Pakistan, aber was soll ich tun?” (zurPolitik.com » Pech, Pakistan!)

Siehe da, Gender-Tom reitet wieder. Diesmal sinds nicht die Weiber, sondern, wer eigentlich? Das böse Pakistan-Regime, oder nur seine Atombombe? Sinds die unter Talibangeneralverdacht stehende Bevölkerung, der halt jetzt das Wasser bis zum Hals und drüber steht? Oder sinds die, welche faule Ausreden, nicht für die Pakistanhilfe spenden zu wollen, auch als solche bezeichnen? Aus Toms nicht immer selbsterklärenden Schriftsätzen wird es nicht wirklich klar. Nicht nur mir offenbar:

“@Tom: Ich habe übrigens deinen Artikel auch irgendwie falsch verstanden und dachte, dass du lediglich die Argumente gegen Pakistan-Hilfe anderer missbilligend wiedergibst und selber für Pakistan-Hilfe eintrittst.”

An sich wäre das egal, was scherts den Mond und so, doch ähnliche Argumentationen wie die Toms findet man derzeit allerorten in Blogs und vor allem in den Kommentaren.
Treffend ad Tom die Stellungnahme von Frédéric Valin, der auch einen entsprechenden, sehr lesenswerten, Blogeintrag auf “Spree-Blick” geschrieben hat:

“Und es ist natürlich zynisch zu sagen, es sei “Wirklich Pech, dass eure Regierung lieber verschwenderisch, sinnlos und den Weltfrieden gefährdend aufrüstet als euch zu helfen. Ich weiß ihr könnt nichts dafür, aber für mich ist es ein Grund, lieber anderen zu helfen”, wenn es ausgerechnet der Westen ist, der diese Aufrüstung mitträgt und die Destabilisierung in der Region mit Eifer vorangetrieben hat.
Da kann ich ja nichts dafür, wirst Du jetzt sagen können, und natürlich recht haben. Nein, aber was dagegen (tun) könntest Du.”

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Guter Witz –> “rein rechtlich”

Einmal sei er selbst dabei gewesen, als Kulterer mit Grasser gesprochen habe. Kulterer habe Grasser angerufen und wegen einer Anleihe zur Stärkung des Eigenkapitals interveniert. „Die Sache ist dann im Sinne der Hypo erledigt worden.“ Grasser soll laut dem Zeugen gesagt haben, dass er das mit Sachbearbeitern lösen werde. Die FMA betonte gegenüber der ZIB2:

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Konzertsex

“Aber schon nach wenigen Minuten habe ich mich in geradezu eliettehafter Weise seinem Ergusse hingegeben.”

Schreibt Telemax in der heutigen Gratiskronenbeilage über seinen Zustand bei einem Karajankonzert.

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Theoretische Legitimation am Arsch!

Sie kapieren es einfach nicht. Wenn Peter Rabl im Kurier über den einsamen Fight der Bildungsministerin gegen die Ungustlphalanx Doppelpröll und Onkelwaise schreibt, rutschen ihm einige verräterische Sätze ins Gerät:

“Tatsächlich geht es vor allem um parteiische Personalpolitik. Immer noch sind Lehrer-Karrieren von den beiden Großparteien abhängig, obwohl die längst nicht mehr die theoretische Legitimation der hohen Mitgliederzahlen und Wahlergebnisse von einst haben.”

Es hat nie eine theoretische oder praktische Legitimation für Parteien gegeben, über Karrieren Öffentlich Bediensteter zu entscheiden. Dass die Parteien und ihre Apparatschiks es taten und tun, fällt in die Kategorie Sozialverbrechen, weil damit gewährleistet wird, dass nicht die Besten an wichtige Positionen kommen, sondern die Parteiknechte. Was im Falle der Lehrerschaft ein wesentlicher Grund für die Bildungsmisere ist. Im Falle der ÖBB für den katastrophalen Zustand des Öffentlichen Verkehrs steht, im Fall der Polizei … usw.
Wenn Rabl, der nicht zu den dümmeren Journalisten zählt, eine LehrerInnen-Karriere-Mitbestimmung von den Wahlergebnissen ableitet, dann hieße das übersetzt, dass er mehr Einfluss für Effen ff. will. Was er aber vermutlich eh nicht will, da für ihn in Bezug auf den Rechtsextremismus eine an Sicherheit grenzende Lauterkeitsvermutung gilt.
Also kann es nur das tief verwurzelte Politikverständnis sein, welches akzeptiert, dass der Staatsapparat den Parteien gehört und Wahlen nur dazu dienen, diese Eigentumsverhältnisse zu bestätigen oder zu ändern.
Unverändert bleiben nur die Verhältnisse, welche das Eigentum an den Parteien und an den Medien regeln, und damit der Einfluss auf Karrierentwicklungen von politischen Akteuren und JournalistInnen bestimmen, womit wir wieder bei der Legitimation sind.

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