Eva Edelmann in einer Rezension von Caspar Battegay: Das andere Blut. Gemeinschaft im deutsch-jüdischen Schreiben 1830-1930. (Jüdische Moderne 12) Köln, Weimar: Böhlau 2011. 329 S. (Inhalt: PDF, 2MB) : 

[17]  Am ersten gewissermaßen proto-zionistischen Beispiel Moses Hess zeigt der Autor die kaum trennbare Verbindung zwischen Ökonomie und einer Rhetorik des Blutes, die sich wiederum aus der Wahl einer Reihe von metaphorischen Vergleichspunkten zum Thema Blut speist. Durchaus sozialkritisch nämlich versteht Hess das Geld in diesem Sinne als »das soziale Blut, aber das entäusserte, das vergossene Blut« (Moses Hess: Über das Geldwesen; zitiert bei Battegay S. 133. Hervorhebungen dort), was das Feld für eine Reihe von metaphorischen Analogiebildungen im Schrifttum von Hess öffnet. Eine politische Körpermetaphorik und wiederum über das Blut vermittelte christliche Symbol- und Metaphernkonstellationen sind es, die als Leitmotiv durch Hess’ Schaffen verfolgt werden, um einerseits die fruchtbare und in dieser Weise noch nicht analysierte Korrespondenz der Thesen Über das Geldwesen von Hess mit paulinischem Gedankengut nachzuzeichnen, und um andererseits die Konzeption von Gemeinschaft im Buch Rom und Jerusalem aufzuzeigen.