Klassenkampf, Destillierapparat und Nasszuckerung – Ludwig Gall, erster deutscher Socialist
Ludwig Lampert Gall, geboren am 28. Dezember, entweder 1790, 1791 oder 1794 (wie er selbst indirekt behauptet), wird gelegentlich als erster deutscher Sozialist genannt. Da er heute möglicherweise seinen 220. Geburtstag hat (oder 221. bzw.- 217.), ein paar aus verschiedenen Quellen abgekupferte Zeilen zu ihm: Gall ist im Unterschied zu den späteren deutschen Sozialismusvätern wie … weiterlesen
Solche Freunde des Dichters
Die Falter-Redaktion hat wieder mal Lernbedarf offenbart. Denn sich zu wundern, dass ein rassistischer Mörder Mitglied einer italienischen Faschistengruppierung ist, die sich nach Ezra Pound nennt, zeigt offenbar Defizite im Geschichtswissen. Dass Ezra Pound weniger wegen seiner Dichtkunst, sondern wegen seines rabiaten Antisemitismus und seiner Mussolini-Unterstützung als Idol italienischer Faschisten passt, sollte sich eigentlich auch … weiterlesen
Social Media ist nicht sozialistisch. Die Kronenzeitung auch nicht.
Wird der Kanzler bald selbst twittern, Frau Feigl? fragte der letzte Falter des Jahres. Die Antwort hat gute Chancen, bei den Sprüchen des Jahres mitzumischen: Dass der Kanzler selbst twittert, ist vorerst nicht geplant. Was wir aus dem Rummel rund um Facebook außerdem gelernt haben? Dass Social Media leider nicht sozialistisch ist. Was in der … weiterlesen
Die Rote Wut hatte er immer: Franz-Josef Degenhardt.
Diese rote Wut, die hatte er immer, ihren Ausbruch hat er bloß meistens vermieden. Er ging dann rüber ins gute Zimmer und spielte Revolutionsetüden. Dann, in den frühen fünfziger Jahren, als die schon wieder beim Aufrüsten waren, an einem Samstag beim Abendgeläut, da war es dann aber schließlich so weit: Da hat er das schwarze … weiterlesen
Privatisierungsdruck: ÖBB auf neuen Wegen
„Die ÖBB werden durch uns besser. Sie machen plötzlich Sachen, die sie früher niemals gemacht hätten.“ Dabei bezieht sich Wehinger [...] auch darauf, dass ÖBB-Chef Christian Kern angekündigt hat, einige Strecken künftig einzustellen. Darauf haben alle BahnbenutzerInnen wohl schon ewig gewartet. Auch auf Aussagen wie diese: „Zugfahren ist in Österreich viel zu günstig“, sagt der … weiterlesen
Unlängst in Frankreich
Zusehends hat sich die Spekulation zur beherrschenden Macht über die Märkte einer Großstadt entwickelt. Die Spekulation, als Herrscherin über die Importe schlägt die Stadt Lille auf ihrem eigenen Markt; sie wird alle anderen Städte, die sie sich aussucht, ebenso schlagen. Eine Stadtverwaltung wird in jedem Fall durch eine allgemeine Hausse überfordert sein, die von mächtigen … weiterlesen
Wer wen?
B. stapft durch seine Fabrik, vorbei an Arbeitern, die Kunststoffe auf Textilien kleben, an ratternden Nähmaschinen Taschen zusammennähen. An einem Schwarzen Brett hängt ein kopierter Artikel: »Wie ich ein höheres Gehalt verhandele«. »Die Arbeiter sind so anspruchsvoll geworden«, seufzt B. »Sie wollen ein gutes Gehalt, gutes Essen, eine schöne Unterkunft, und der Chef soll sie … weiterlesen
Twittern für den Kanzler und andere österreichische Vereinbarkeiten
Faymann, Werner bestellte in seiner Zeit als Wiener Wohnbaustadtrat für den Leiterposten der “Wiener Wohnen Hausbetreuung” seinen alten Freund Herbert Jansky. Jansky, Herbert musste später wegen Misswirtschafts von seinem Postens zurücktreten. Er ist der Bruder des damaligen Faymannschen Pressesprechers, Wolfgang Jansky. Jansky, Wolfgang ist heute Geschäftsführer der Gratiszeitung Heute. Seine Lebensgefährtin ist Elvira Franta. Franta, … weiterlesen
Antiamerikanismus – ein Erbe?
Im “Januskopf”, einem im aktuellen Presse-Spectrum abgedruckten literarischen Text von Robert Schindel, steht zu Achtundsechzig und Antiamerikanismus: “… der Antiamerikanismus ist ein rüstiger Wanderer. Vierschrötig und braunhemdelig bekämpft er das Negeramerika, das Judenamerika, das ja schon immer der nordischen Nation ans Eingemachte wollte. Er wanderte in den Vätern. Die machten nach dem Krieg einen faulen … weiterlesen
Ende der Polizeiaktionen gegen Ukrainische Bibliothek in Moskau
Vielleicht ist jemandem die Nachricht über die polizeiliche Durchsuchung und Schließung der Ukrainischen Bibliothek in Moskau untergekommen. Hier der Bericht über die Fortsetzung und das vorläufige Ende der Affäre. Übrig bleibt das Gefühl, dass es sicherere Orte für BibliothekarInnen in der Welt gibt, als in dieser Bibliothek: Die Belegschaft der einzigen ukrainischen Bibliothek in Russland, … weiterlesen
Schwarze Pädagogik mit Sinn? (HiH)
Florian Scheuba hebt im Standard vor allem die bildungspädagogischen Effekte hervor, welche ein Gefängnisaufenthalt für Uwe Scheuch nach sich zu ziehen imstande wäre: Als amtierender Kärntner Bildungsreferent könnte er den Verdacht, er habe bislang Bildung als Bandenbildung missverstanden, entkräften, indem er das umfangreiche Angebot der Gefängnisbibliothek (öffentliche Bibliotheken gibt es ja in Klagenfurt leider nicht) … weiterlesen
Pilot von Ottakring und kusch da unten
Wie berichtet, wurden die Öffnungstage der Bücherei am Schuhmeierplatz überfallsartig von vier auf zwei Tage gekürzt. Die BibliothekarInnen sollten an den “frei” gewordenen Tagen als Springertruppe Personallöcher in anderen Büchereien stopfen. Aufgrund der Initiative der KIV-Personalvertreterin gab es zu diesem Thema eine Aussprache mit VertreterInnen aus dem Stadtratsbüro, der MA 13, der Leitung der Büchereien, … weiterlesen
Anonyme, Pseudonyme und die Schakale der Revolution
E. L. Hellmann zitierte via Google + aus dem Artikel von Walter Gröbchen im Standard: Postings sind der neue Punk: “[...] Unter all den öffentlichen Stammtisch-Suderanten, Avatar-Anarchisten, Trollen und ewigen Besserwissern, die sich – natürlich! – in Webforen daheim wie bei Muttern fühlen, sind auch genug gescheite, hinterfragende, ergänzende und weiterführende Fakten- und Meinungslieferanten. Mehr … weiterlesen