Von der Hilfskraft zur Superbibliothekarin.
“die Büchereien Wien suchen ab sofort eine Karenzvertretung für den Dienstposten einer/s Fachbediensteten des Büchereidienstes in einer der Zweigstellen. Voraussetzung für eine Bewerbung ist ein aufrechtes Dienstverhältnis als Hilfskraft!” Anforderungsprofil: Fachbedienstete/r des Büchereidienstes der MA 13 – Büchereien Wien Formale Kriterien Abgelegte Reifeprüfung Fachliche Anforderungen Kenntnisse im Umgang mit Neuen Medien Gute EDV-Anwenderkenntnisse Sehr gutes … weiterlesen
Können Consulter “allparteilich” sein?
Im Bericht der Leitung der Büchereien über die erste Sitzung der Vorbereitungsgruppe wird auf die “Allparteilichkeit” des Consulters hingewiesen. Über diesen in der Alltagssprache ungebräuchlichen Begriff erfährt man via Google, dass er aus der Familientherapie stammt und auch in Mediationsverfahren verwendet wird. Gemeint ist eine erweiterte Neutralität, um eine besondere Anteilnahme und einen expliziten Einsatz … weiterlesen
Initiative der “Kritischen Bibliothekarinnen und Bibliothekare” (kribibi)
Die Kribibis, seit Jahrzehnten Ideenbringer und in die Zukunft Blickende im österreichischen Bibliotheks- und Büchereienwesen, starten mit einer Befragung eine Initiative, welche den Ist-Stand der beruflichen Situation der BibliothekarInnen von unten erheben will. Abgesehen vom skandalös gleich hoch bleibenden Anteil der in Österreich ohne Bezahlung arbeitenden BibliothekarInnen, sind es die zunehmenden prekären Arbeitsverhältnisse, unter denen … weiterlesen
Wiener Büchereien: Consultingsprech
Die Phrase … ist das Warenzeichen, das den Gedanken verkehrsfähig macht so wie die Floskel, als Ornament, ihm den Liebhaberwert verleiht.(Walter Benjamin, Schriften II/I S. 337) Die Leitung der Büchereien hat im Namen des “Vorbereitungsteams” über die nächsten Vorhaben der geplanten “Organisationsentwicklung” der Büchereien berichtet. Auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass diese an … weiterlesen
Verwaltungsklarheit zum Wochenende
Um einer allfälligen Erschleichung eines ermäßigten Büchereiausweises durch eine für Illegalitäten aller Art besonders anfällige Personengruppe – Stichwort: Downloads! – einen verwaltungstechnisch eleganten Riegel vorzuschieben, hat das Verwaltungsreferat der Wiener Büchereien weisungsgemäß einen fast selbsterklärenden Ordnungsrahmen erstellt: nachdem es bei der Einschreibung von Lehrlingen und StudentInnen im Zusammenhang mit der Familienbeihilfe immer noch zu Problemen … weiterlesen
Büchereien-Zukunft: Ein Startschuss mit Quasteln
Wie berichtet, werden sich die Wiener Büchereien demnächst ihrer Zukunft widmen. Als Startschuss dafür kann jene Mitteilung der Büchereienleitung angesehen werden, in welcher für “einen Prozess zur zukunftsträchtigen Strategiepräzisierung” die Prozess-Firma und der Prozessbeginn genannt wurden. Weiters wurde eine 10-köpfige Vorbereitungsgruppe angekündigt. Einige Tage später brachte eine Mitarbeiterin der Büchereien von einem bereits nominierten Mitglied … weiterlesen
Bücherverbrennung 1933
Der Jahrestag der Bücherverbrennung jährt sich am 10. Mai 2012 zum 79. Mal. Er bietet Anlass, der vielen damals aus der öffentlichen Wahrnehmung getilgten AutorInnen zu gedenken, vor allem aber, sie zu lesen und damit auch ein Zeichen gegen (Neo-)Faschismus und Rassismus zu setzen. Für zahlreiche SchriftstellerInnen bedeutet die Machtergreifung der NationalsozialistInnen verschleppt, erschlagen, vergast, … weiterlesen
Wiener Büchereien: “zukunftsträchtige Strategiepräzisierung” und anderer Bullshit
Knapp vor Dienstschluss flatterte letzten Dienstag den Bediensteten der Wiener Büchereien eine Mail aus den Händen ihrer Leitung in die Box, aus der sie erfahren, dass wieder einmal externe Berater ihnen sagen werden, wo es lang geht. Was vorerst mal heißt, ziemlich großer zusätzlicher Aufwand für alle KollegInnen, die einbezogen werden bzw. für jene, welche … weiterlesen
Nur eine geschlossene Bücherei ist eine gute Bücherei
Zahlreiche Kommentare auf der “Tadel”-Seite der Wiener Büchereien betreffen die Reduktion der Öffnungszeiten der Bücherei am Schuhmeierplatz um zwei Tage. Über den Grund dieser Reduktion gab es, wie berichtet, unterschiedliche Begründungen. Dank der feudalen Weisungsrecht im Wiener Magistrat wurde die Leitung der Büchereien darauf verpflichtet, diese Öffnungszeitenreduktion als eigene Idee zu vertreten, obwohl es zahlreiche … weiterlesen
Unterstützung für das Lese-Zeichen
Die Errichtung des Lese-Zeichens zur Erinnerung an die Bonner Bücherverbrennung von 1933 ist im Bonner Stadtrat nun endgültig und erfreulicherweise einstimmig beschlossen worden. Da die Finanzierung vorwiegend auf Spendenbasis beruht, wird auch hier dazu aufgerufen: Sparkasse KölnBonn 11 312, BLZ: 370 501 98, Postbank Köln 11 890 501; BLZ: 370 100 50 Volksbank Bonn Rhein-Sieg … weiterlesen
Boykott durch Schweigen? Der Bonner General-Anzeiger und die Bücherverbrennung
In “Lese-Zeichen im Rathausplatz in Bonn” wurde über ein Projekt zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennungen berichtet, welches in der Gestaltung vor allem durch eine mit zukünftigen Aktionen verbundenen Dynamik in seiner Weise wohl einzigartig und nachahmenswert ist. Die Errichtung dieses Mahnmals wurde im Kulturausschuss der Stadt Bonn im Juni 2010 beschlossen (rtf), was den Bonner … weiterlesen
Einschlägige Rathauslektüre
In Besprechungen – Berichte und Rezensionen aus den Büchereien Wien Heft 1 Herbst/Winter 2011 (bislang nur als Heft im Haptik-Modus in den Zweigstellen der Wiener Büchereien erhältlich) wird über die RealLife-Eröffnung der Wiener Virtuellbücherei berichtet. Eröffnungen aller Art – das sind bekanntlich Chefsachen, bei denen zuständige Stadträtinnen oder andere Obige antanzen, ergreifende Worte von sich … weiterlesen
Das Ende einer Leihbibliothek durch ergreifendste Sensations-Novellen
„Leichter ging es mir mit der Gründung einer deutschen Leihbibliothek in Paris, die ich auch unternahm und durchführte. In ein Lesekabinet muß man selbst gehen, um die Zeitungen zu lesen, aber die Bücher einer Leihbibliothek umzuwechseln, kann durch dienstbare Geister besorgt werden, und daher ist die Lage der Lokalität nicht so sehr von Wichtigkeit.“ „Diese … weiterlesen
Bibliothekar musste ins Gefängnis
Nach dem Verbot der vor und während der Revolution von 1848 entstandenen Arbeiterverbrüderungsvereine in Sachsen gründeten die Webergesellen Carl Gottlob Stöckl und Friedrich Hasselhuhn um 1850/51 in Glauchau eine “Erholungsgesellschaft”, um unter dieser legalen Vereinsbezeichnung die verbotene Tätigkeit der Arbeiterverbrüderung illegal weiterzuführen. Vermutlich verbarg sich hinter dieser “Erholungsgesellschaft” eine Gemeinde des in den letzten Zügen … weiterlesen
Ideen auf dem Markt (2)
Wie im vorigen Artikel, Ideen auf dem Markt, berichtet wurde, sind die “Idea-Stores” nunmehr als geistiges Strandgut auch an die Stadt an der Donau angeschwemmt worden und sollen einer teilamputierten Bücherei als Konzept übergestülpt werden. Mit dieser dankbaren Aufgabe ist die Leiterin dieser Bücherei beauftragt worden, was mangels eines generellen Konzepts für die Wiener Büchereien … weiterlesen
Ideen auf dem Markt
Wie bereits mehrfach berichtet, wurden der sehr gut frequentierten Bücherei im Herzen Ottakrings im letzten Sommer Hals über Kopf die Öffnungszeiten halbiert. Anfangs hieß es, dass diese Maßnahme wegen Entspannung der Personalsituation gesetzt worden sei und es ohnehin leicht erreichbare Büchereien in der Nähe gebe; dann wurde behauptet, dass die Verminderung des Angebots der Leseförderung … weiterlesen
Wenn das Prekariat in den Büchereien tanzt
nach acht guten und spannenden Jahren bei den Büchereien Wien verabschiede ich mich mit Ende Februar … Ich möchte mich bei euch/Ihnen allen sehr sehr herzlich für die großartige Zusammenarbeit der letzten Jahre bedanken, und habe mir fest vorgenommen, den Veranstaltungen der Büchereien zumindest als Besucherin treuzubleiben… schrieb Anfang des Jahres eine Kollegin, die vom … weiterlesen
Der kommunistische Agitator, ein neu gewonnener Kommunist und der Kanonenredakteur
Heute geriet ich durch die Schließzeit der Bibliothek quasi in einen Cliffhanger. Ich war bei meiner Lektüre ungefähr bei diesen Inhalten angekommen: … wir sprachen über die Zeitfragen, und er schied von mir als allereifrigster Kommunist. schrieb der Eine in einem Brief. Der frisch zum Kommunisten gewordene Andere besuchte wenige Tage danach einen gerade zum … weiterlesen
Schach der Sonntagsdepression: Nationalbibliothek in Wien wird auch sonntags geöffnet haben
Erfreuliches ist über die Pläne der Nationalbibliothek zu lesen: Im Mai 2012 soll ein neuer Forschungslesesaal eröffnet werden. Zeitgleich werden auch die Öffnungszeiten auf Sonntag ausgeweitet. Wäre ein schöne Anlass, wenn da andere große Bibliotheken nachziehen würden. Auch die anderen Aktivitäten der Nationabibliothek sind beachtenswert: im Herbst 2014 will die Rachinger im Hofkammerarchiv in der … weiterlesen
Kritische Bibliothekarinnen und Bibliothekare (kribibi): Es geht weiter!
In einer Klausur des Arbeitskreises kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (KRIBIBI / www.kribibi.org) am 05.11.2011 wurde über die weitere Tätigkeit dieses seit mehr als einem Vierteljahrhundert tätigen Zusammenschlusses österreichischer BibliothekarInnen beraten und ein neues geschäftsführendes Team gewählt: Maria Binder, Nikolaus Hamann, Ulrike Retschitzegger. Im Herbst 2012 wird es ein weiteres Seminar (von mittlerweile mehr als fünfzig … weiterlesen
Die Bibliothek einer Badestadt als Springquell materialistischer Geschichtsauffassung
Die Flitterwochen von Herrn Carl Marx in Bad Kreuznach 1843 waren bekanntlich geprägt von heftiger Lektüre und umfänglichen Exzerpten, die fast einen ganzen MEGA-Band füllten. Harry Schmidtgall ist der Frage nachgegangen: “Welche Bibliothek benutzte Karl Marx für seine ‘Kreuznacher Exzerpte?’” und hat im Altbestand der Bibliothek des Kreuznacher Gymnasiums 15 Werke gefunden, die von Marx … weiterlesen