Medien

Kurzmann, und wie er die Welt sah (1)

Gigler: Was denken Sie sich bei angeblichen Kollegen, die den Holocaust in Abrede steht, zum Beispiel John Irving?
Kurzmann: Ein paar Bücher habe ich gelesen.


(Von der Interviewerin gemeint war natürlich David Irving, der Reisende in Geschichtsrevisionismus und Holocaustleugnung).


Theoretische Legitimation am Arsch!

Sie kapieren es einfach nicht. Wenn Peter Rabl im Kurier über den einsamen Fight der Bildungsministerin gegen die Ungustlphalanx Doppelpröll und Onkelwaise schreibt, rutschen ihm einige verräterische Sätze ins Gerät:

“Tatsächlich geht es vor allem um parteiische Personalpolitik. Immer noch sind Lehrer-Karrieren von den beiden Großparteien abhängig, obwohl die längst nicht mehr die theoretische Legitimation der hohen Mitgliederzahlen und Wahlergebnisse von einst haben.”

Es hat nie eine theoretische oder praktische Legitimation für Parteien gegeben, über Karrieren Öffentlich Bediensteter zu entscheiden. Dass die Parteien und ihre Apparatschiks es taten und tun, fällt in die Kategorie Sozialverbrechen, weil damit gewährleistet wird, dass nicht die Besten an wichtige Positionen kommen, sondern die Parteiknechte. Was im Falle der Lehrerschaft ein wesentlicher Grund für die Bildungsmisere ist. Im Falle der ÖBB für den katastrophalen Zustand des Öffentlichen Verkehrs steht, im Fall der Polizei … usw.
Wenn Rabl, der nicht zu den dümmeren Journalisten zählt, eine LehrerInnen-Karriere-Mitbestimmung von den Wahlergebnissen ableitet, dann hieße das übersetzt, dass er mehr Einfluss für Effen ff. will. Was er aber vermutlich eh nicht will, da für ihn in Bezug auf den Rechtsextremismus eine an Sicherheit grenzende Lauterkeitsvermutung gilt.
Also kann es nur das tief verwurzelte Politikverständnis sein, welches akzeptiert, dass der Staatsapparat den Parteien gehört und Wahlen nur dazu dienen, diese Eigentumsverhältnisse zu bestätigen oder zu ändern.
Unverändert bleiben nur die Verhältnisse, welche das Eigentum an den Parteien und an den Medien regeln, und damit der Einfluss auf Karrierentwicklungen von politischen Akteuren und JournalistInnen bestimmen, womit wir wieder bei der Legitimation sind.


“Um es gleich zu sagen: Ich mag Google nicht”

schreibt der Bremer Sprachblogger, um gleich fortzusetzen:

Nein, ich liebe Google. Viele der Politiker, die immer, wenn ihnen sonst gerade nichts einfällt, gegen Google hetzen, kennen das Prä-Google-Internet vermutlich gar nicht. Ich kenne es, und es hat mir keine Freude bereitet. Google hat immer wieder entscheidende Entwicklungen angestoßen, um das Internet benutzbar zu machen.

In einer Analyse der sich autohysterisierenden Google-Street-View-Diskussion wird auch der Punkt genannt, weshalb es mir wie dem Bremer geht:

Ich kann die Bücher zwar nicht online lesen (wie viele Kritiker zu glauben scheinen), aber ich kann sie durchsuchen und muss mir nur die Bücher kaufen, ausleihen oder anderweitig beschaffen, von denen ich weiß, dass dort etwas drinsteht, das ich wissen will. Das Durchsuchen und Kategorisieren von Nachrichtenmeldungen ist kein Umgehen irgendeines „Leistungsschutzes“, sondern ein Instrument, das es dem Konsumenten erlaubt, sich umfassend und vergleichend über das Weltgeschehen zu informieren, ohne dabei dem Filter eines einzelnen Medienunternehmens ausgeliefert zu sein.

Was nichts daran ändert, dass ich Googles Initiative gegen Netzneutralität für völlig Scheisse halte, womit ich mich aber wiederum nicht ins Onkelboot setzen will, sondern lieber mit der FREEPRESS schiffe.

Und noch einmal Fefes Blog, weil der in zwei Sätzen ausgedrückt hat, worum es UNS geht:

Netzneutralität sichert, dass ICH mich im Internet frei äußern kann und die Leute das auch lesen können.
Netzneutralität soll garantieren, dass niemand anderes meine Sendung unterdrücken kann, nur weil er mehr Geld hat.


Alte Herren (be)freien das Internet, das.

Fefe schreibt in seinem Blog, warum ihm die Erklärung der Initiative Pro-Netzneutralität stinkt und er sie daher nicht unterzeichnet:

Das ist auch mein Hauptproblem mit der Initiative: das riecht für mich so, als sei das der Rehabilitierungsversuch der SPD. Die tun einfach so, als sei nichts gewesen, als hätte es die Internetsperren-Sache nie gegeben. Laut Impressum ist Björn Böhning von der SPD Betreiber der Webseite. Tut mir leid, Björn, aber die SPD hat bei mir verschissen bis in die Steinzeit. Ihr könnt jetzt nicht einfach kommen und Netzneutralität fordern und alles ist wieder gut. Euch glaube ich kein Wort mehr, nie wieder.

Auch ansonsten riecht das alles nach Kommiteekonsens, z.B. das hier:

Netzneutralität fördert die Entfaltung kreativer und ökonomischer Potentiale und sichert damit das Innovationspotential des Internets.

Da sieht man deutlich, dass die Alten Herren immer noch nicht verstanden haben, worum es beim Internet geht. Das Internet ist kein Shopping-Kanal. Scheiß auf die ökonomischen Potentiale. Es geht bei Netzneutralität auch nicht um Innovationspotential. Netzneutralität ist die Grundlage für Demokratie, Pluralismus und Meinungsbildung im Internet. Das ist eine viel fundamentalere Sache als irgendwelche wirtschaftlichen Blubberblasen.

Denke auch, dass das Internet für UNS viel zu wichtig ist, als dass man es den Fantasien alter (und junger) Onkeln überlassen darf. Und, wie Fefe am Schluss so schön schreibt:

Dieses ganze Gefasel von Innovationen, Wirtschaft, Barrierefreiheit und digitaler Spaltung geht voll am Thema vorbei.


Jenseits von geschlechtergerecht: Der Falter

Dass der Falter vom Chefredakteur abwärts mit Gendern nix am Hut hat, ist nichts Neues. Hängt möglicherweise mit den Geburtsjahrgängen von einigen Falter-Alphas zusammen. So hatte ja auch der verblichene Krone-Chef die eine oder andere Marotte und brachte sie in einer Weise zum Ausdruck, die ziemlich ewiggestrig wirkte. Was bei Dichand noch nach Krieg und Nachkriegszeit roch, ist beim Falter natürlich jüngeren Datums, aber doch auch schon eine Weile her:
Wenn der Berner Stadtverwaltung für ihr Bemühen um geschlechtergerechte Sprache vom Falter das Etikett “JENSEITS” verliehen wird, dann entspricht das in etwa dem linken männlichen Bewusstseinslevel während der zweiten feministischen Welle der 70er. Also in etwa der Zeit zwischen der Fristenlösung und dem Entkleiden von Harald I., dem Chefredakteur des “Extrablatts“. Anders formuliert: der Falter scheint, was geschlechtergerechte Sprache betrifft, beim gerade noch angezogenen Harald I. stecken geblieben zu sein.
Wenn nun der Falter als Begründung für die Vergabe des “JENSEITS” anführt, dass die Berner und Bernerinnen künftig “Elter” statt “Mutter” und “Vater” zu sagen hätten, dann erinnert das doch wieder an die Methoden des Altmeisters der Kriegsverlierer, nämlich mit glatten Unwahrheiten gegen Missliebiges vorzugehen. Denn im Sprachleitfaden der Berner Stadtverwaltung kommt der Begriff “Elter” gar nicht vor, geschweige denn, dass er zwingend vorgeschrieben würde. Auch im umfangreichen Leitfaden zum geschlechtergerechten Formulieren der Schweizer Bundeskanzlei wird “Elter” nur ein einziges Mal als mögliche Alternative zu “Elternteil” mit dem Zusatz “sehr selten” erwähnt (S. 26) –> PDF (1 MB)
Also auch hier ist kein vom Falter angeprangerter Zwang zu finden.

Bleibt demnach die Frage, wovor sich die älteren Faltermänner so fürchten, dass zu Unwahrheiten gegriffen wird, um ihre Angst zu bedienen?
Sitzt ihnen nach so vielen Jahren noch immer der nackte Harald im Nacken?

Nebenbei: “Elter” ist nicht die Erfindung eines überbordenden Tsunami-Feminismus, sondern, wie ein Blick in Onkel Wiki oder dem Falterschen Gottseibeiuns Google offenbart, längst und aus gutem Grund in der Genetik gebräuchlich.

Weiters (worum es eigentlich geht):

Die Stadt Bern – Geschlechtergerecht kommunizieren – einfach und verständlich
Kommunikation betrifft uns alle, Männer wie Frauen. Beim Sprechen, Schreiben oder bei der Bildwahl sollen darum auch beide Geschlechter angesprochen werden: geschlechtergerecht eben.

Der soeben erschienene Sprachleitfaden „Geschlechtergerecht formulieren“ unterstützt Sie bei der Wahl geeigneter Formulierungen. Mit neun Tipps erläutert er kurz und bündig, worauf Sie achten sollten.

Der Sprachleitfaden ist ein Produkt aus dem Aktionsplan zur Gleichstellung von Frauen und Männer in der Stadt Bern (www.aktionsplan.bern.ch). Er unterstützt die Stadtverwaltung bei der Umsetzung des Grundsatzes der diskriminierungsfreien und geschlechtergerechten Kommunikation (Kommunikationskonzept) und ist für diese verbindlich.

Und schließlich berichtet Luise Pusch, dass auch in der Schweiz die Angsthasen (die mit den Stummelschwänzchen) heftig trommeln:

Der jüngste Erfolg der feministischen Sprachpolitik ist der Leitfaden der Stadt Bern, über den sich derzeit im Internet zahlreiche Schweizer und ein paar Schweizerinnen in ausufernden Kommentaren ereifern. Dazu angestiftet werden sie von hämischen Zeitungsartikeln, die die lobenswerte Berner Initiative als typisch rotgrüne Hirnrissigkeit hinstellen. Sie werden der hechelnden Jagdmeute hingeworfen, und schon hetzt sie los.


Zum Ende des Darms

“ein amtierender Kanzler und ein Kanzler in spe haben sich dem „Krone“-Herausgeber so tief von hinten genähert, dass sie danach vorne als dessen Sprachrohr wieder herausgekommen sind.”

Peter Ulram in: “Ein schlechter Tag für politische Unterläufel” DiePresse.com. Und weiters:

“Dichand war nicht im Vorzimmer der Macht, die vermeintlichen Machthaber haben oft genug in seinem Vorzimmer gewartet.”


Der Falter tief im Pelzgeschäft?

Nach den hasserfüllten und journalistisch grenzwertigen Klenk-Artikeln gegen die angeklagten Tierschützer ist es im Falter bekanntlich sehr still geworden um das Thema. Während die meisten Medien hie und da von diesem inzwischen zum Skandalprozess gewordenen Versuch NGOs generell zu kriminalisieren, berichten, schweigt dieses Blatt, das einst für sein Sensorium bekannt war, wenn es darum ging, staatliche Einschränkungen demokratischer Grundrechte aufzuspüren. Doch dieses Sensorium kommt nur noch fallweise zur Geltung. Zumeist schlittert dieses wöchentliche Ärgernis mehr und mehr in die totale Bobo-Ecke. O.k., mein Abo wird auch irgendwann mal auslaufen, kein Grund, sich darüber aufzuregen. Leider gibt es aber weit und breit keine Alternative dessen, was der Falter einstens war. Was die kritische Öffentlichkeit anlangt, so ist diese immer weniger im Printsektor als in den diversen Politblogs zu finden – eine Entwicklung, die vom auch politisch und journalistisch alternden Chefredakteur negiert wird und der ja überhaupt das ganze moderne Web2.0-Dings so gar nicht goutiert.
Im dieswöchigen Falter besonders auffällig ist einerseits die weitere Enthaltsamkeit bezüglich einer Berichterstattung über den Tierschützerprozess und andererseits der in seiner Reflexions- und Kritiklosigkeit fast schon als Promotion zu bewertender Artikel über einen Pelzschneider:

38 tote Nerze für 1 kurze Jacke:

Nerze, Zobel, Füchse, Chinchilla, Persianer. Tierfelle hängen hier artenspezifisch und farblich geordnet auf Kleiderstangen wie anderswo T-Shirts. „Für einen Nerz zahlst du derzeit 140 Euro, die Preise sind im letzten Jahr gestiegen“, sagt Kirchgrabner und deutet auf eine meterlange Stange mit dutzenden braunen Fellen. „Allein für eine kurze Jacke brauchst du mindestens 38 Stück davon.“

Wer nicht kauft, soll die Goschn halten:

„Fell ist ein tolles Material“, schwärmt Kirchgrabner. „Eines der frühesten Kleidungsstücke des Menschen, 100 Prozent Natur, wärmer als alles andere. In unseren Breitengraden fast etwas zu warm; mit einem langhaarigen Fuchsmantel kriegst hier fast Hitzewallungen. Pelz ist exklusiv. Nicht jeder kann es sich leisten, was auch nicht so sein soll. Deshalb stört es mich, wenn gerade von Jungen, die ohnehin nicht unsere Zielgruppe sind, Vorwürfe kommen wie Pelz sei Mord.

Minderjährige(?) Studentin schädigt das Geschäft und beschränkt dadurch die Freiheit

Anti-Pelz-Demonstranten kann der selbsterklärte Tierfreund und Hundebesitzer nicht verstehen – und beschwert sich über die Demonstranten, die jeden Samstag auf der Mariahilfer Straße vorm Kleiderbauer stehen. „Eine kleine Studentin, die man wegen ihrer Minderjährigkeit noch nicht anzeigen kann, plärrt vorm Laden in ihr Megafon. Und kein Kunde will mehr reingehen. Das ist geschäftsschädigend! Menschen werden in ihrer Freiheit beschränkt. Es gilt doch: leben und leben lassen.“

Jüngstes Gericht für Tiere:

Kirchgrabners neue Kollektion, … heißt „Apokalypse“: (…) Außerdem steht die Apokalypse für das Jüngste Gericht. Passt auch ganz gut zu seinen Kreationen. Zumindest aus tierischer Sicht.


Gesellschaftliche Leistungen für private Gewinnmaximierung

Läßt sich sich sehr nett am Zukunftspapier (PDF) der SPÖ nachverfolgen, welches dieser Tage im Rahmen einer parlamentarischen Enquete als Teil der 2020-Kampagne vorgestellt wurde. Der Weg zum “Digitalen Wohlfahrtsstaat” wird als eine Art dialektischer Dreischritt präsentiert: Erstens mit öffentlichen Mitteln Infrastruktur schaffen, dann dem “freien” Markt überlassen und hernach, für den nächsten Innovationsschub diesen “freien” Markt bezuschussen, damit gesellschaftlich gewünschte Grundversorgung – hier mit IT – halbwegs gewährleistet werden kann.

“Die Liberalisierung des Mobilfunks in Österreich war zweifelsfrei ein großer Erfolg. Sowohl die Durchdringung als auch die Preisentwicklung haben die Ergebnisse gezeitigt, die man durch die Liberalisierung erreichen wollte.[...]
Im ländlichen Raum kann der Ausbau moderner IKT-Infrastruktur nicht kommerziell erfolgen.

(…) sind weitere hohe Investitionen in den Infrastrukturausbau der Breibandnetze notwendig.

(…) In der Vergangenheit wurde mit großem direktem und indirektem finanziellem Einsatz der öffentlichen Hand die bestehende Infrastruktur geschaffen. Dies fand vor allem im Bereich der Post- und Telekominfrastruktur sowie der ÖBB und Energieversorgungsunternehmungen statt.
Im Rahmen der Ausgliederung der Post- und Telegrafenverwaltung wurden große Teile dieser Investitionsgüter und geschaffenen Werte an marktorientierte Gesellschaften übertragen.

(…) Notwendigkeit, mithilfe öffentlicher Mittel eine moderne IKT-Infrastruktur flächendeckend bereitzustellen und dem Stand der Technik entsprechend auszubauen. Die dafür erforderlichen hohen Investitionskosten sind nicht in kurzer Zeit am Markt zu erwirtschaften.”

Auf das Thema im Titel Bezug nehmende Stellen wurden fett gekennzeichnet


Minimale Rahmenbedingungen für Qualitätsjournalismus

Das Elend der Debatte um ARD und ZDF « Stefan Niggemeier

“Die Verlage müssen von der (ohnehin schon reduzierten) Mehrwertsteuer befreit werden, Google muss verboten oder zur Zahlung von Lizenzgebühren verpflichtet werden, ARD und ZDF müssen das Internet verlassen, das Zitatrecht muss drastisch eingeschränkt, das kostenlose Anbieten von Informationen untersagt und die Gratis-Kultur im Internet insgesamt vernichtet werden — dann, ja dann könnten die Verlage vielleicht, möglicherweise, wenn das Wetter stimmt, in der Lage sein, auch in Zukunft Qualitätsjournalismus anzubieten, und womöglich sogar im Netz. Sonst können sie für nichts garantieren.”

Auch der Rest des Artikels ist mehr als lohnend und eine Labsal angesichts der verlogenen Kampagne der Verlage zum Killen frei verfügbarer Inhalte im Internet. So zieht Niggemeier angesichts der von den Verlagen genannten Rahmenbedingungen für einen “Wenn-dann-vielleicht-Qualitätsjournalismus” den richtigen Schluss:

“Vielleicht merken Print- und Privatfernsehlobbyisten gar nicht, dass sie damit den öffentlich-rechtlichen Sendern eine neue Legitimationsgrundlage schaffen.
Denn wenn das Geschäft mit der Information für private Medien wirklich so schwierig ist, gibt es für den Staat zwei Möglichkeiten, um dafür zu sorgen, dass seine Bürger gut informiert werden. Die eine ist die, alles dafür zu tun, um den Verlagen und Privatsendern das Leben zu erleichtern, in der Hoffnung, aber ohne Gewähr, dass es reicht. Die andere ist die, die öffentlich-rechtlichen Sender zu stärken und ihnen ein Leben in der digitalen Welt zu erlauben.”


Loyal-verdient

Vor einiger Zeit hat sich die Kultur/Medien-Gewerkschaft mit jener der Gemeindebediensteten zusammengeschlossen. Die Hoffnung, dass dies eine günstige Auswirkung auf Grammatik und Stil gewerkschaftlicher Stellungnahmen haben könnte, hat sich bislang zwar nicht erfüllt, doch zu originellen Wortkombinationen reicht es allemal, wie in der Stellungnahme des Betriebsrats angesichts des Umgangs mit dem von Wrabetz geschassten Dr. Buchner zu lesen ist:

Skandalöser ORF-Hinauswurf des loyal-verdienten Dr. Buchner

Hernach werden einige Details im Umgang mit dem Loyal-Verdienten präsentiert, welche eine ziemlich miese Betriebs- und Leitungskultur im ORF zeigen, die zu Recht angeprangert gehört. Wenn Betriebsrat Fiedler in seinem offenen Brief aber damit schließt:

“Alles in allem eine Vorgangsweise, die an die dunkelsten Kapitel europäischer Geschichte erinnert”

so stutzt man, bei aller Solidarität mit dem zu Unrecht Entlassenen, doch und fragt sich, ob es nicht gerade für Gewerkschafter angebracht wäre, sich über die politische Verhältnismäßigkeit ihrer Aussagen Gedanken zu machen.
Würde sagen, höchste Zeit, dass in dieser Gewerkschaft auch KIVlerInnen kandidieren, wozu bei den gemeinsamen Gewerkschaftswahlen von Gemeindebediensteten und den Angehörigen von Kunst-Medien-Sport-freie Berufe Gelegenheit ist :-)


 
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