Lurch

Pilzens Blockbuster?

Aus Profil 34/2010 (nicht online).


Konzertsex

“Aber schon nach wenigen Minuten habe ich mich in geradezu eliettehafter Weise seinem Ergusse hingegeben.”

Schreibt Telemax in der heutigen Gratiskronenbeilage über seinen Zustand bei einem Karajankonzert.


Nun wissen es auch die Pariser

wie Kärntner Politik ungefähr funktioniert:

Kärntner Reisebus stürzte in Paris in die Seine:

Während sich die Touristen aus Österreich in einem Pariser Kabarett amüsierten, stürzte ihr Kärntner Reisebus in die Seine.

Nur das weicht von der Kärntner Realität ab:

Die beiden Chauffeure standen unter Schock.

Die Dörflers und Scheuchs stehen keineswegs unter Schock, sondern delirieren voll heiter weiter.

Allerdings:

Einer der beiden Fahrer sagte später, er sei sich sicher, die Handbremse angezogen zu haben.

Das wieder erinnert doch an das Erinnerungsvermögen in Kärntner Regierungskreisen.


Schluss mit Schuss

Hintereinander fallen sie, die Polizeischüsse im ORF-Ticker:

Dabei kann sie ja auch anders, nämlich einfach lieb schauen:

oder gar lustig sein:

doch irgenwann ist Schluss mit lustig. Und es gibt den klassischen Schussschluss:


Abgänge im und ohne Herrn

Die Alten auch.


Richterin reißt kein Leiberl

Beim Betreten des Gerichtssaals nach der Pause nahm die Richterin wahr, dass der Angeklagte Jürgen Faulmann ein orangenes T-Shirt mit der Aufschrift „§278a – Ich bin betroffen“ trug. Spontan sagte sie dazu: „ich möchte auch so ein Leiberl“.

Nach der Pause sagte die Richterin, dass sie ihre Leiberl-Bemerkung nur als Scherz gemeint habe.

Aus: Tierschutzprozess 32. Tag


Die List von denen Tierschützern

Im Tierschutzprozess scheint es inzwischen sogar dem Staatsanwalt aufzufallen, dass die Polizei systematisch Entlastungsbeweise im Bericht an die Staatsanwaltschaft unterschlagen hat, wie aus folgendem, leicht stilisierten Auszug aus der Mitschrift des Prozesses zu entnehmen ist:

Befragung des Kriminalbeamten Oskar Z., Mitglied der SOKO “Sperrts die Türschützer ein” :

- Ob Handystandorte mit Tatzeiten verglichen worden seien, fragte der Staatsanwalt
– Sicher, meinte der Kriminalbeamte.
– Das sei aber nicht im Akt, sagte der Staatsanwalt.
– Das sei nicht in seinem Bericht gewesen, sagte der Kriminalbeamte.
– Ob er das nicht für entlastend halte, frage der Staatsanwalt.
– „Die Tierschützer sind nicht dumm“, sagte der Kriminalbeamte dazu, „beim Ausspionieren lassen sie das Handy an, bei der Tat nicht“. Was er nicht in den Bericht schreibe, das sei auch nicht gewesen. Ob er bei jedem Verdächtigen dazuschreiben solle, er sei zur Tatzeit nicht am Tatort gewesen.

Diese Szene erinnert an eine andere, vor gut einem Jahrhundert stattgefunden habende. An der Absurdität hat sich nichts geändert:

Karl Kraus, Die letzten Tage der Menschheit:

(Eine Dame mit leichtem Anflug von Schnurrbart ist aufgetreten.)
DIE MENGE: Ah do schauts her! Das kennt ma schon, ein verkleideter Spion! Varhaften! Einspirn stantape!
EIN BESONNENER: Aber meine Herren – bedenken Sie – sie hätte sich doch rasieren lassen!
EINER AUS DER MENGE: Wer?
DER BESONNENE: Wenn sie ein Spion wäre.
EIN ZWEITER AUS DER MENGE: Drauf hat er vergessen! So hat er sich gfangt!
RUFE: Wer? – Er! – No sie!
EIN DRITTER: Das is eben die List von denen Spionen!
EIN VIERTER: Damit mrs net mirkt, daß Spionen san, lassen s’ ihnern Bart stehn!
EIN FÜNFTER: Redts net so dalkert daher, das is ein weiblicher Spion und damit mrs net mirkt, hat s’ an Bart aufpappt!
EIN SECHSTER: Das is ein weiblicher Spion, was sich für ein Mannsbild ausgeben tut!
EIN SIEBENTER: Nein, das is ein Mannsbild, was sich für ein weiblichen Spion ausgeben tut!
DIE MENGE: Jedenfalls ein Vardächtiger, der auf die Wachstubn ghört! Packts eahm!
(Die Dame wird von einem Wachmann abgeführt. Man hört die ” Wacht am Rhein” singen.)


Fluch des Rauchens

Van der Bellen im Pressse-Interview:

“Ich bin schon in vielen Städten vor der Tür gestanden. Es unterbricht das Gespräch am Tisch, dafür beginnt man ständig neue Unterhaltungen mit fremden Rauchern.”

Wie in den Raucherkammerln in der Schule.

“Ja, das gibt es auch im Parlament. Letzthin gehe ich ins Raucherkammerl: Wer sitzt drinnen? Harald Vilimsky und Heinz-Christian Strache. Ob du willst oder nicht: Man betreibt Smalltalk über das Rauchen.”

Politisch war nichts?

“Nein, so weit geht es nicht. Es verbindet nur für die Dauer einer Zigarette.”


Noch größer als Westerwelle?

“Deutschland ist das Land von Karl Marx, dem größten Denker aller Zeiten.”

sagte der südafrikanische Vizepräsident, Kgalema Motlanthe während des Besuchs von Deutschlands Auch-Außenminister Westerwelle (nach Zeit 16/10).
Dessen Kommentar ist leider nicht überliefert. Möglicherweise hat er sich aber gewundert, dass in Südafrika Kleriker so hoch geschätzt werden.



Wann kommt der nächste “Schwuchtel”-Sager?

FPler Königshofer zahlt Alimente nicht – Gehalt exekutiert – Tirol – krone.at

“Viel zu viel Geld”, polterte Königshofer. Er bestätigte die “Krone”-Exklusivinformationen. “Ich habe über zehn Jahre lang etwa 400 Euro monatlich pro Tochter überwiesen. Das muss reichen. Ich sehe nicht ein, warum ich jetzt plötzlich 1.000 Euro pro Tochter und Monat abgeben soll.”

Der derzeit die Vermögensverhältnisse des einschlägig auffällig gewordenen Efflers durchforstende Sachverständige kann sich wohl schon auf einige Wortspenden gefasst machen.


 
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