Hans Rauscher: Wenn die Unbelehrbaren im Vormarsch sind (Standard):
“Die heutige FPÖ ist eine Partei der Protestwähler (meist aus der Unterschicht) mit einem Kern von Honoratioren-Funktionären, die den Nationalsozialismus ganz gut finden. Sie wissen um die monströsen Verbrechen, aber sie wollen es letztlich nicht wahrhaben.”
Die Wahrheit dürfte eher sein: diese “Honoratioren” wissen zwar um die monströsen Verbrechen, sehen sie aber nicht als solche, sondern allenfalls als Kollateralschäden. Vor allem: es ist ihnen egal.
Den meisten von denen, die FPÖ wählen, ist wiederum das egal.
Den nationalsozialistischen Mitläufern der 30er Jahre könnte zugute gehalten werden, dass derartige Verbrechen, die folgen sollten, noch nicht verübt worden waren. Für die heutigen FP-Wähler entfällt eine solche Entlastung.
Ich teile ihre Meinung, dass die Verbrechen, in der Zeit des Nationalsozialismus, den sogenannten “Honoratioren” egal sind. Darum sind sie auch nicht honorig, sondern allenfalls auch nur gewöhnliche Verbrecher. Vielen, wenn nicht der Mehrheit der heutigen FPÖ-Wähler, unterstelle ich eine gewisse Stumpfsinnigkeit bei dieser Thematik.
So ergibt sich denn also eine äußerst unheimliche Gemengelage. Verbrecher treffen auf Stumpfsinn mit Minderwertigkeitsgefühlen. Solche Mischungen können schnell bösen Überraschungen führen.
Obwohl überraschen würde es dann wohl doch eher nicht. Böse erinnern auf jeden Fall.
Sie bringen es auf den Punkt: “Verbrecher treffen auf Stumpfsinn mit Minderwertigkeitsgefühlen”
Und die Gemengelage ist vorerst noch unheimlich, wird aber rasch explosiv.