Aufsichtsräte: Darf’s ein bisserl mehr sein? | kurier.at
Die Bankengruppe unter Chef Andreas Treichl leistet sich nun den teuersten Aufsichtsrat aller börsenotierten Unternehmen in Österreich.
Das sind Schutzgebühren, aber keine Vergütungen- die Mitglieder der “Old-Boys-Networks” – pensionierte Manager, die noch versorgt werden und wichtig sein wollen.
- Da kommen Leute, die fragen, hast nicht einen Aufsichtsrat für mich?
- Oder jene Aufsichtsräte, die in Unternehmen mit öffentlicher Beteiligung folgsam parteipolitische Vorstandsbesetzungen durchwinken.
- Grundkonflikt. Zwischen der betriebswirtschaftlichen Kontrolle und den Netzwerk- und machtpolitischen Aspekten.
- Unter den Aufsichtsräten der 500 größten Unternehmen Österreichs betrage die durchschnittliche Distanz 2,2 Handshakes.
- Man kennt einander persönlich und ist Teil eines “sehr dichten und in sich vernetzten Systems, über das viele Informationen laufen”.
Weshalb Karrieristen unbedingt “Teil dieses Netzwerkes werden wollen. Das ist viel wichtiger, als genau hinzusehen, was das Unternehmen tut.”- Einmal drin, kann man sich und Freunden dann auch Gutes tun.
Wie zum Beispiel die Wirtschaftsanwältin und Vizechefin des Telekom-Austria-Aufsichtsrates, Edith Hlawati . Sie ist Partnerin der Kanzlei Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati, die von 2001 bis 2010 von der Telekom Aufträge um insgesamt 6,378 Millionen Euro erhielt.
