Wenn Falter Flügel falten

Erster Falterredakteur: Nach dem Schock der Terrorbilder braucht es Ermutigung.

Zweiter Falterredakteur: Angst darf man nicht zulassen.

Dritter Falterredakteur: Leicht gesagt.

Aus dem Falter-Herausgeberzimmer hört man deklamieren: Als mich der ORF bat, in der “ZiB” Stellung zu nehmen, war meine Freude etwas weniger groß als bei anderen Einladungen ins Fernsehen. Diese dienen ja hauptsächlich Marketingzwecken, sprich, dem Sichtbarmachen von Zeitschrift und Autor.

Der Falter-Herausgeber tritt aus dem Falter-Herausgeberzimmer und spricht in abgehackten Satzteilen:
thurnherrzielDiesmal, wusste ich,
mache ich beide als Ziel sichtbar.
Mich und die Kollegenschaft  dazu.

Die Falter-Kollegenschaft schlägt entsetzt die Hände zusammen und läuft planlos hin und her. Man hört allenthalben jessasmarantana! und verflixt noamoi!

Der Falter-Herausgeber stellt sich auf den Falter-Redaktionstisch und ruft:
Selbstverständlich geht man hin.
Selbstverständlich knickt man nicht ein.

Der Falter-Chefredakteur stellt sich auf einen Falter-Redaktionssessel und flüstert:
Man hat ja auch die jährliche Falter-Satirebeilage Best of Böse mit der Rahmenhandlung des “Kalifalter” ausgestaltet und hält das noch immer für lustig.

Die Falter-Kollegenschaft intoniert:
Hahahaha, hahahaha, hahaha, hahaha, hahahahahahaha.

Alle singen gemeinsam:
Nein, “den Propheten” haben wir dabei nicht verhöhnt, weil wir
Nein, “den Propheten” haben wir dabei nicht verhöhnt, weil wir
Nein, “den Propheten” haben wir dabei nicht verhöhnt, weil wir

Abrupter Vorhang.

Material: Die Seite des Falter-Herausgebers vom 14. Jänner 2015

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