“Transparenzbeauftragter” als Nebelgranate im AKH


Wenn die ÖVP-GR Korosec in einer Presseaussendung schreibt:

“Es ist beschämend, dass gerade die Sozialdemokratie, die sich die Arbeitnehmerrechte seit Jahrzehnten auf die Fahnen schreibt, kritische Stimmen der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im AKH mit einem Verhaltenskodex und der Einsetzung eines Transparenzbeauftragten gezielt unterdrücken will”

dann hat sie zweifellos recht damit, auch wenn ÖVP-PolitikerInnen die Vorletzten sind, die sich ob solcher Vorkommnisse zu ereifern brauchten; die Letzten sind natürlich die Braunblauen, die ebenfalls eine Stellungnahme abgegeben haben.

Egal. Angesichts massiver Korruptionsfälle im AKH bei Vergabefirmen und angesichts eines Klüngels in den Vorstandsetagen und in der obersten Ärzteschaft, welcher bislang die aufdampfende Scheiße immer noch unterdeckeln konnte, wird also eine Stelle geschaffen, die für Transparenz sorgen soll. Und bei gleichzeitigen brutalsten Personalreduktionen, welche teilweise die Versorgung der PatientInnen massiv in Frage stellen, werden die MitarbeiterInnen zu eine Art Ethikvertrag verpflichtet, dessen Inhalt sowieso schon durch die Übernahme ins Dienstverhältnis gegeben wäre, daher vor allem die Funktion der Einschüchterung der Belegschaft zu erfüllen hat.
Nach allem, was bisher zu erfahren ist, hat der Transparenzbeauftragte vor allem Beschwichtigungsfunktion nach außen und den Auftrag der Vermaulkorbung gegenüber jenen, welche die Zustände anprangern und Korruption aufzeigen wollen.
An der real existierenden Korruption und den Defiziten in der Patientenbetreuung wird das nichts ändern.
AKH und Korruption, eine unendliche Geschichte mit unendlichem Fortsetzungspotential. Wann wird der Winter zu Ende sein?

Kommentar

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