Die Falter-Redaktion hat wieder mal Lernbedarf offenbart. Denn sich zu wundern, dass ein rassistischer Mörder Mitglied einer italienischen Faschistengruppierung ist, die sich nach Ezra Pound nennt, zeigt offenbar Defizite im Geschichtswissen. Dass Ezra Pound weniger wegen seiner Dichtkunst, sondern wegen seines rabiaten Antisemitismus und seiner Mussolini-Unterstützung als Idol italienischer Faschisten passt, sollte sich eigentlich auch bis zur Falter-Redaktion herumgesprochen haben, die, wenn man den Räsonnements ihres Chefredakteurs folgt, sowas wie der Prototyp von Qualitätsjournalismus ist. Da heißt es aber noch fleißig Geschichte lernen, vielleicht mal mit diesem Link anfangen. Und dann weiter googeln, vielleicht hierher, ehe man so eine unsägliche Notiz verfasst. Kostet nur ein paar Minuten und eine Peinlichkeit bleibt erspart.
5 Responses to “Solche Freunde des Dichters”
Bella
Ich fand dieses Gut und Böse Getue im Falter ohnehin schon immer ziemlich Jenseits…
Warum muss bloß immer und überall alles andauernd Bewertet werden?
“popkulturell anschlussfähig” – genau das ist es. Und hier und nicht in den Altnazis sehe ich die größte Gefahr!
mit den besten Grüßen
Wolfgang Kauders
Ich fand dieses Gut und Böse Getue im Falter ohnehin schon immer ziemlich Jenseits…
Warum muss bloß immer und überall alles andauernd Bewertet werden?
Sehe ich auch so. Und dann noch oft so Unsinniges. Wie wieder einmal das Best of Böse, ein Hort der Peinlichkeit – für die Redaktion.
Das Best of Böse stellt den Falter meines Erachtens auf eine Ebene mit FPÖ-Leuten, von der Energie her.
MfG
http://www.fr-online.de/debatte/neofaschismus-in-italien-popkulturell-anschlussfaehig,1473340,4801164.html
“popkulturell anschlussfähig” – genau das ist es. Und hier und nicht in den Altnazis sehe ich die größte Gefahr!
mit den besten Grüßen
Wolfgang Kauders