Solche Freunde des Dichters

Share

Die Falter-Redaktion hat wieder mal Lernbedarf offenbart. Denn sich zu wundern, dass ein rassistischer Mörder Mitglied einer italienischen Faschistengruppierung ist, die sich nach Ezra Pound nennt, zeigt offenbar Defizite im Geschichtswissen. Dass Ezra Pound weniger wegen seiner Dichtkunst, sondern wegen seines rabiaten Antisemitismus und seiner Mussolini-Unterstützung als Idol italienischer Faschisten passt, sollte sich eigentlich auch bis zur Falter-Redaktion herumgesprochen haben, die, wenn man den Räsonnements ihres Chefredakteurs folgt, sowas wie der Prototyp von Qualitätsjournalismus ist. Da heißt es aber noch fleißig Geschichte lernen, vielleicht mal mit diesem Link anfangen. Und dann weiter googeln, vielleicht hierher, ehe man so eine unsägliche Notiz verfasst. Kostet nur ein paar Minuten und eine Peinlichkeit bleibt erspart.

Share

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.