Social Media ist nicht sozialistisch. Die Kronenzeitung auch nicht.

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Wird der Kanzler bald selbst twittern, Frau Feigl?

fragte der letzte Falter des Jahres.
Die Antwort hat gute Chancen, bei den Sprüchen des Jahres mitzumischen:

Dass der Kanzler selbst twittert, ist vorerst nicht geplant. Was wir aus dem Rummel rund um Facebook außerdem gelernt haben? Dass Social Media leider nicht sozialistisch ist.

Was in der realen Welt das Aufsehen um die Tölpelhaftigkeit von “Parteisekretariat und -poster plakatieren online” war, wird in den Augen der Parteifrau also zum Rummel in so einem Netzwerk halt. Aus dem sie “außerdem” gelernt hätten (was hat wer denn noch gelernt???) , was nicht zu lernen ist, sondern nur zum Begreifen: dass auch in der Social-Media-Welt da draußen hohe Steuergeldzuwendungen nicht den gewünschten Erfolg haben müssen. Bei der Kronen-Zeitung war es seinerzeit zwar noch ein inseratengestützter Anfangserfolg gewesen, als diese den maximal mittelmäßigen Wohnungsstadtrat zum Kanzler pushte, erfolgreicher, als es einst mit der inzwischen untergegangenen Sonne Kärntens versucht worden war. Dass aber gleichzeitig der Ehemann der dann Kanzlersprecherin gewordenen Angelika Feigl in der Kronenzeitung kräftig auf die SPÖ einhieb, war Part of the Game. Es ging ja nicht um den Einsatz für eine bestimmte Politik, sondern nur für ein bestimmtes Face. Durch temporäre Unbotmäßigkeit (auch der Krone-Konkurrenz in Gestalt von Österreich-Leader Fellner, dem Schulhaberer des Kanzlers, wurde kräftig Steuergeld reingeschoben) erlitt Faymann dann aber kronenseitig kräftige Zurückstutzungen und im Kanzleramt wurde die Sprecherin ins hintere Glied geschoben, auf einen Sozialversorgungsposten sozusagen. Weil das so unhübsch klingt, nannte man es im Parteihaus wohl einen Sozial-Medien-Versorgungs-Posten. Möglicherweise durch einen Hörfehler glaubte die ehemalige Sprecherin wohl, dass hier eine Aufgabe für sie warte und begann zu twittern. Eigentlich eröffnete sie für ein halbes Jahr nur einen Twitteraccount und schwieg zumeist vor sich hin.  Aber dann kam der Weltspartag, (oder war es der Staatsfeiertag?) und am Ende erschien Wernher the Facemann in all seiner ungehübschten Peinlichkeit . Doch statt mit Parteigenossen hatte er es mit Spöttern zu tun. Der Rest ist digital.

Was wir außerdem gelernt haben? Dass es für die Faymanns und Feigls ein Glück ist, dass weder Social Media noch die Welt sozialistisch sind. Und die SPÖ keine sozialistische Partei. Ist.

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