Frauenquote als Funktion der Männermotivation

Erwartungsgemäß melden sich SPÖ-Männer, wenn es um ein Frauenthema geht, zuhauf und enthusiasmiert zu Wort. Wie beim ambitionierten Versuch der Frauenministerin, einen Parteibeschluss zur Frauenquote auch real werden zu lassen.

Real? Nix real, sagt der im sonstigen Politleben nicht grad übersprudelnde Gesundheitsminister “weristdasdenngleich?” Stöger, sondern “eine Herausforderung”. Oder gar eine “Offensive”, wie es Bundesgeschäftsführer “ichmagRudasnicht” Kräuter erklärt. ABER da müsse man

vor allem “auf Verständnis appellieren”, denn zum Großteil hänge die Erfüllung der Quote mit “Motivation” zusammen.

Die der Männer natürlich. So wie übermotivierte Männer das Wahlrecht der Frauen und andere Unrealismen durchsetzten.

Faymann ist wieder Faymann:

Er sei dafür, die Quoten zu erfüllen und auch “überzeugt”, dass man bis zum Parteitag nächstes Jahr “gemeinsam” zu einem entsprechenden Vorschlag kommen werde.

also nicht nächstes Jahr die Quote zu erfüllen, fühlt er sich motiviert, sondern nur zur bereits beschlossenen und nicht erfüllten Frauenquote einen Vorschlag zu machen, was nur heißen kann: 40% der Mandate werden von Frauen besetzt, müssen aber nicht nur Frauen sein, weil Menschen sind wir alle.
Die “Ultima Ratio” sozialdemokratischer Frauenpolitik.

Quelle: http://derstandard.at/fs/1256744288543/Frauenquote-SPOe-Maenner-gegen-Geldstrafen-fuer-eigene-Partei

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