Lob der gleichzeitigen Frauenfeindlichkeit
Im Unterschied zum Kärntner Grünen Rolf Holub erscheint es mir keineswegs “unfassbar, dass man gleichzeitig rassistisch und frauenfeindlich sein kann,”.
Im Gegenteil würde ich es für nicht sonderlich angenehm empfinden, wenn Rassisten wie der orangekärntner Bandenchef ein stand-alone Feminist wäre.
Wie es – wiederum umgekehrt – ja auch nicht sonderlich angenehm ist, wenn achtenswerte Feministinnen sich in blödsinnige Kopftuchdebatten einwickeln. Oder antirassistische Aktivisten plötzlich saudummes Zeugs über die Frau im Allgemeinen von sich geben.
Also seien wir froh, dass diese Namen gewordene Beleidigung alles Ruralen all-in-one ist: Rassist, Frauenfeind und Narrio vom Dienst.
Und kein Kärntner oder Kärntnerin soll nachher sagen, er oder sie hätte es nicht gewusst.
Da auch die Bluathabererpartie der Sozialdemokratie in brauner Kärntnertracht so ist, wie sie ausschaut, gibt es an diesem Wahlsonntag fast nur die Wahl zwischen Pest und Cholera bzw. kann als Gradmesser politischer Reife und Selbstachtung in Kärnten auch diesmal nur der Stimmenanteil der Grünen gelten.
1. Mrz 2009 (6)










1. library mistress
Kommentar vom 1. März 2009 um 13:32
“diese Namen gewordene Beleidigung alles Ruralen” – das ist echt die beste Beschreibung des besagten Herren, die ich bisher gelesen habe.
2. haftgrund
Kommentar vom 1. März 2009 um 13:44
danke! :-)
3. library mistress
Kommentar vom 1. März 2009 um 22:21
naja, was die Grünen betrifft, schaut es ja traurig aus, wie ich gerade gelesen habe…
4. haftgrund
Kommentar vom 2. März 2009 um 08:17
es steht zu befürchten, dass das letzte grüne Element in diesem Land bald nur noch mein Footer hier sein wird … :-|
5. library mistress
Kommentar vom 2. März 2009 um 09:37
manchmal ist es schon anstrengend, grün zu sein… ein Kollege aus unserer Ortsgruppe hat einen äußerst fremdenfeindlichen Witz bei der Faschingssitzung in unserem Blog kritisiert. Die Lokalzeitung hat das aufgegriffen und einen großen Artikel gebracht. Woraufhin er jetzt dauernd von wildfremden Menschen angerufen wird, die ihm sagen, sie hätten ja immer grün gewählt (jaja), aber jetzt nicht mehr, denn es gäbe doch viel Wichtigeres, zum Beispiel die Wirtschaftskrise. Hmpf.
6. haftgrund
Kommentar vom 7. März 2009 um 09:40
Dass die Leute dann auch noch pampig werden, die im Umfeld einer Veranstaltung agieren, in dem eine solche Entgleisung statt ausgebuht zu werden auch noch beklatscht wird, erschreckt noch zusätzlich.
Dem “Hmpf” schließe ich mich voll an: analog zu dem Hinweis, dass die Welt anders ausschauen würde, wenn alle, die heute behaupten 68er gewesen zu sein, es auch tatsächlich gewesen wären, hätten die Grünen viele Jahre gesicherte Mehrheiten gehabt, wenn sie von all jenen gewählt worden wären, die später behaupten, sie nunmehr nicht mehr wählen zu können, weil [
beliebige Begründung einzusetzen].Dazu fällt mir ein, dass in den 80ern, als es den Grünen trotz hervorragender Umfragewerte nicht gelungen ist, in den Wr. Gemeinderat gewählt zu werden, die gerade wieder mal in finanzielle Nöte geratene gewerkschaftliche Basiswappler-Zeitschrift “Alternative” eine Aktion “Strafabo” machte: all die vielen “Linksblinker” (also jene linken sozialdemokraten, die vor jeder Wahl hoch und heilig schwören, diesmal nicht die SP, sondern die Grünen zu wählen), sollten den doppelten Abobeitrag bezahlen. Angeblich haben das etliche tatsächlich getan :-)
P.S.: Ihr Kommentar lag leider einige Zeit unbemerkt und unveröffentlicht auf Halde. Grund dafür ist Einstellung in Aksimet, welches ab 2 Links im Kommentar nicht veröffentlicht.
Sollte wohl noch einiges an den Kommentarfunktionen herumbasteln – WordPress ist eine spannende Welt :-)