In den Fokussen der Aufmerksamkeit: Leseförderung in den Büchereien

Schon früher wurde in der vorgeordneten Dienststelle der Wiener Büchereien alles nur Menschenmögliche getan, um den BibliothekarInnen das Leben und die Leseförderung für Kinder leicht von der Hand gehen zu lassen. Diese Bemühungen wurden seinerzeit publizistisch auch entsprechend gewürdigt, wie in den Beiträgen “Mafiarede oder Holzwegeeffekt” und “Belohnte Initiativen” nachzulesen ist, in denen es um Maßnahmen geht, die eine erfreuliche Ausweitung der Leseförderung in den Büchereien mit organisatorischer Zentralisierung wirkungsvoll unterstützen. Allerdings scheinen die BibliothekarInnen diese Hilfsaktion nicht ganz verstanden zu haben, wie aus dem Artikel “Ihr Kinderlein kommet – oder auch nicht” vermutet werden könnte. Da behaupten sie doch glatt, die kinderanimatorische Abfederung stelle eine Erschwernis bis Verunmöglichung ihrer Tätigkeit dar. Dieses Unverständnis verwaltungsmäßigem Handeln gegenüber wurde leider noch ergänzt durch eine nicht nachvollziehbare Reserviertheit gegen die Positionierung der Kinderarbeit mit Kinderkundinnen im Sinne eines “positiven Eigenmarketings”. Hier scheint bibliothekarisches Denken an seine Grenzen geraten zu sein und es war an der Zeit, hier eine Reihe von Clearings zu setzen, welche die Gehirne von altvordrigen Bibliotheksarbeitsvorstellungen rein waschen und den BibliothekarInnen der Wiener Büchereien ein zeitgemäßes Open Mind gegenüber Sprechoffensiven und symbolischem Handeln zuweisen. Eine Reihe von Seminaren und Weisungen waren da sehr hilfreich. In diese Kategorie ist auch folgender Orientierungstext einzuordnen, welcher den künftigen Fokussen der Büchereiarbeit das entsprechende Gewicht verleiht und für die BibliothekarInnen Klarheit (in HTML: <style=”clear:both;”>) schafft:

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

im Zuge der Herbst-Leseförderaktion des Stadtschulrats für Wien (Projekt “Startwoche Lesen”), die einigen von Ihnen/Euch aufgrund der zahlreichen Anmeldungen schon hinlänglich bekannt ist, gerät neben den bereits bekannten Animationsschwerpunkten in der 2. und 4. VS-Klasse nun auch die 5. Schulstufe in den Fokus der Aufmerksamkeit.
Sofern die bereits eingeführten Voraussetzungen (wie z. B. Mindestdauer 60 Min., MindesteilnehmerInnenanzahl 15 Personen, interaktives Programm, die Schule bzw. die SchülerInnen sind eingeschrieben, Klassenkürzel/Benutzerkennzeichen in Bibliotheca, etc.) erfüllt sind, können ab sofort und bis auf weiteres Klassen der 5. Schulstufe (z. B. 1. Klasse KMS, EMS, HS, etc.) als “Projekt” einmal in dieser Schulstufe mit einer Kinderanimation bedacht und verrechnet werden.
Inhaltlich wären Programme, die bereits für die 4. VS-Klasse im Einsatz sind, mit kleinen Adaptionen durchaus auch für den Beginn der 5. Schulstufe geeignet. Sollten diese Ereignisse Anlass für neue Programmwünsche sein, darf ich für Anregungen an die entsprechende Seite im Buchwiki erinnern.
Wie die Durchführung bzw. der Ablauf für die 5. Schulstufe idealerweise aussehen kann, hat die BW XX im Detail ausgearbeitet und darf mit freundlicher Genehmigung von Mag.a N.N. weiterverwendet werden.

Darüber hinaus bitte ich dringend bei der Verrechnung vor der Meldung mittels Zulagenformular darauf zu achten, dass

1.) die vollständige Eintragung als “Projekt” in der VA-Statistk (= Dokumentation Teil1) und
2.) eine Eintragung in der VS-Liste 2011 (= Dokumentation Teil2) erfolgt ist.
Zu diesem Zweck habe ich die Liste um einen neuen Reiter “Sek1” ergänzt, wo schon erste Eintragungen (=Muster) mit Anmeldungen für den Herbst getätigt worden sind. Erläuterungen finden sich im Reiter “Erklaerungen_Sek1Kennzeichen”. Hier kommt im Grunde das gleiche Prinzip wie bei den Kindergärten zum Einsatz: da es keine Zuteilung der Sekundarstufe 1 zu bestimmten Zweigstellen (wie bei den VS!) gibt und nur eine Animation pro Klasse vorgesehen ist, ist bitte vor einer Animation(sverrechnung) abzuklären, ob die Klasse bereits von einer anderen Zweigstelle animiert wurde.

   
Doch leider ist die Bereitschaft, diese Verwaltungsvereinfachung offenen Sinns auf sich wirken zu lassen, nicht bei jedem oder jeder gegeben:

vielen Dank für die Einführung in die höhere Bürokratie.
Ich werde tunlichst vermeiden, diese Verwaltungsaufgabe erfüllen zu müssen!
Im Übrigen ersuche ich darum, aus dem Kinderanmations-Team ausscheiden zu dürfen. Ich meine damit jene Gruppe von Kolleginnen, die sich u.a. in vorbildlicher Weise darum kümmert, dass im Buchwiki Kinderanimationen zur Nachahmung postiert werden. Es fehlt mir schlichtweg an der Zeit, diese Aufgabe tatsächlich zu erfüllen. Von Motivation möchte ich gar nicht reden.

Bei solch störrischen KollegInnen wird sich der Magistrat wohl neue KinderanimateurInnen suchen müssen. Ein erstes Casting hat schon stattgefunden:

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